Technische Einsatzleitung Dithmarschen

S-Tr
Schlauchtrupp
SBI
Stadtbrandinspektor
SBM
Stadtbrandmeister
SBR
Stadtbrandrat
SFS
Staatliche Feuerwehrschule
SFV
Stadtfeuerwehrverband e.V.
SW
Schlauchwagen
Sammelstück
Das Sammelstück hat eine „hosenartige“ Form und führt zwei Schlauchleitungen, die vom Hydranten oder der Feuerlösch-Kreiselpumpe kommen, zu einer Leitung zusammen. Während an beiden Zugängen einteilige Festkupplungen angebracht sind, befindet sich an dem Abgang eine zweiteilige Festkupplung mit beweglichem Knaggenteil. Im Inneren des Gehäuses ist eine Ventilklappe angeordnet, die durch den Druck des Wassers gesteuert wird und bei Benutzung nur eines Zugangs, den nicht benutzen Zugang wasserdicht abschließt. Die Klappe legt sich dabei auf einen in jeden Zugang eingesetzten Dichtring auf. Werden beide Zugänge benutzt, so wird die Ventilklappe durch den von beiden Seiten
Saugkorb
Der Saugkorb wird auf das im Wasser liegende Ende der Saugleitung gekuppelt und ist in den Größen A, B und C genormt. Er besteht im wesentlichen aus folgenden drei Hauptteilen: 1. Gehäuse mit Festkupplung 2. Sieb: Die Löcher des Siebes sind so beschaffen, dass nur Schmutzteile und Fremdkörper solcher Größe in die Saugleitung gelangen können, die in der Pumpe keinen Schaden anrichten können. 3. Rückschlagventil: Das Rückschlagventil erfüllt beim Saugbetrieb eine wichtige Funktion, weil • es verhindert, dass sich die Saugleitung bei vorübergehendem Stillsetzen der Pumpe entleert. • es ermöglicht, dass bei Versagen der Entlüftungseinrichtung, das mit Hilfe eines Eimers eingefüllte Wasser in der Saugleitung und Pumpe bleibt. Somit wird die Aufnahme der Wasserförderung auch bei Ausfall der Entlüftungseinrichtung möglich.
Saugschutzkorb
Der Saugkorbschutz ist ein Fischnetz ähnlicher Drahtkorb, der als Ergänzung zum Saugkorb verwendet wird. Bei der Entnahme von Wasser mit starker Verschmutzung wird der Saugkorbschutz über den Saugkorb gezogen.
Schachthaken
Schachthaken sind zwei mit einer Kette verbundene Haken, mit denen sich Schachtabdeckungen (z.B. Straßenschächte) abdecken oder freilegen lassen.
Schadenfeuer
Ist ein nicht beabsichtigtes Brennen, das sich unkontrolliert ausbreiten kann, und das vorsätzlich, unbeabsichtigt oder durch unvorhergesehene Umstände verursacht wird. Beispiele: Wohnungsbrand, Zimmerbrand, Fahrzeugbrand.
Schaum
Schaum (Löschschaum) besteht aus 3 verschiedenen Komponenten. Und zwar aus Wasser, Schaummittel und Luft. Dem Löschwasser wird an einem speziellen Gerät, dem Zumischer, ein bestimmter Prozentsatz, in der Regel 3%, an Schaummittel (heutzutage meistens Mehrbereichsschaummittel) zugemischt. Dem hier entstandenen Schaummittel - Wassergemisch wird dann am sogenannten Schaumrohr durch das Injektorprinzip Luft beigemischt. Durch diese Vermischung entsteht dann der Schaum. Es gibt bei der Feuerwehr drei verschiedene Schaumarten: Leichtschaum, Mittelschaum und Schwerschaum . Der Unterschied dieser Schaumarten liegt in der unterschiedlichen Verschäumungszahl. Die Hauptlöschwirkung ist das Ersticken, weil die dichte Schaumdecke das Mischungsverhältnis zwischen brennbarem Stoff und Sauerstoff der Luft stört.
Schaumrohr
Schaumrohre sind Armaturen zur Löschschaumabgabe. Nach DIN 14366 gibt es Schwerschaumrohre und Mittelschaumrohre.Im Schaumrohr wird das Wasser-Löschmittel-Gemisch mit Luft versetzt und in Form eines Strahles ausgeworfen. Sie unterscheiden sich in ihrer Größe S/M 2- Durchfluss 200l/min S/M 4- Durchfluss 400l/min S/M 8- Durchfluss 800l/min
Schaumstrahlrohr
Es ermöglicht die Erzeugung von Löschschaum. In ihm wird das Wasser/Schaummittelgemisch durch Ansaugen von Luft verschäumt und in freiem Strahl ausgebracht. Auf den Feuerwehrfahrzeugen werden Schwerschaumrohre und Mittelschaumrohre mitgeführt.
Schere
Schneidgeräte sind hydraulische Rettungsgeräte. Sie werden auf Grund ihrer Maulweite in die Typen S 90 ( 90mm Maulweite) und S 150 ( 150mm Maulweite ) eingeteilt. Ein wichtiger Anwendungsbereich ist das Befreien eingeklemmter Personen aus Kraftfahrzeugen.
Schiebleiter
Die 3-teilige Schiebleiter besteht aus drei übereinanderliegenden Leiterteilen, die durch ein Zugseil auseinandergezogen werden. Die Transportlänge beträgt ca. 5,60 m, voll ausgezogen ist sie 14 m lang. Gewicht bis zu 100 kg. Die Einsatzhöhe beträgt ca. 12,20 m. Bei normaler Geschoßhöhe bis zum 3. OG.
Schlauchbrücke
Schlaubrücken überbrücken Schlauchleitungen auf Verkehrswegen und verhindern somit eine Beschädigung der Schläuche. Beim Überqueren von Straßen mit Schlauchleitungen sind drei Schlauchbrücken so auszulegen, dass Fahrzeuge verschiedener Spurbreite (PKW/LKW) die Leitung überfahren können. Auf Verkehrsicherung ist besonders zu achten.
Schlauchhaspel
Schlauchhaspeln dienen der Aufnahme von Druckschläuchen. Vorteil gegenüber den gerollten Schläuchen ist die schnellere Verlegung der schon zusammengekuppelten Druckschläuche. Aufnahme mit C-Schläuchen: 5 Stück mit B-Schläuchen: 4 Stück
Schlauchkupplung
Schlauchkupplungen dienen dazu, lösbare Verbindungen von Schläuchen herzustellen. Die Bauform ist abhängig vom Verwendungszweck, dem im Schlauch gefürderten Medium (Luft, Gase, Wasser, Öl, Säure, etc.) sowie von den im Schlauch herrschenden Druckverhältnissen (Vakuum, hoher Überdruck). Meist enthalten Kupplungen eine Dichtung beziehungsweise einen Dichtring, der das Austreten des Mediums, oder ein Eindringen der Umgebungsluft verhindert. Feuerwehrkupplungen Die in Europa verbreitetste Kupplung ist die Storz-Kupplung, die 1882 von Guido Storz zum Patent angemeldet wurde. Diese ist eine symmetrische Kupplung, wodurch die beiden Enden eines Feuerwehrschlauches ein identisches Kupplungsteil besitzen. Sie werden nicht verschraubt, sondern mit einer Art Bajonett-Verschluss verbunden. Sie sind üblicherweise aus Aluminium, bei Hochdruckschläuchen jedoch aus Messing. Es existieren Kupplungsteile mit Schlauchtülle zur Befestigung an Schläuchen, Festkupplungen mit Gewinde zur Befestigung an Armaturen und Geräten, sowie Blindkupplungen zum Verschließen ungenutzter Abgänge. Die Storz-Kupplungen gib es in unterschiedlichen Größen, wobei die Feuerwehr folgende genormte Kupplungen verwendet: A: Knaggenabstand: 133 mm; Schlauchdurchmesser: 110 mm B: Knaggenabstand: 89 mm; Schlauchdurchmesser: 75 mm C: Knaggenabstand: 66 mm; Schlauchdurchmesser: 42 oder 52 mm D: Knaggenabstand: 31 mm; Schlauchdurchmesser: 25 mm In den USA dominiert hingegen eine asymmetrische Schraubkupplung, bei der die beiden Schlauchenden unterschiedliche Kupplungsteile besitzen. Bei diesen muss darauf geachtet werden, welche Schlauchenden miteinander verbunden werden. Weiterhin dauert die Verschraubung etwas länger als bei den Storz-Kupplungen. Auch in Europa war bis in die 1950er Jahre eine ähnliche Schraubkupplung verbreitet. Andere Schlauchkupplungen Außer den Feuerwehrkupplungen gibt es noch eine Vielzahl von genormten und nicht genormten Kupplungen. Diese richten sich oft nach dem Verwendungszweck: Pneumatikkupplungen sind steckbare Kupplungen für Luftdruckschläuche in der Pneumatik. Dabei kommt es darauf an ob die Schläuche für eine dauernde Verbindung gedacht sind sind oder oft verbunden und wieder geöffnet werden. Dabei ist oft ein Teil als Rückschlagventil ausgeführt verschließt beim Entkuppeln den Schlauch. Hydraulikkupplungen sind für hydraulische Geräte, die an die Ölpumpen angeschlossen werden. Diese müssen im Normalfall wesentlich höhere Drücke aushalten (bis zu 400 bar) Auch bei der Feuerwehr gibt es für den hyrdraulischen Rettungssatz solche Kupplungen. Kupplungen für Otto Normalverbraucher Auch bei den Gartenschläuchen haben sich verschiedene Systeme verbreitet. Das einfachste ist die Holländerverschraubung. Weit verbreitet hat sich aber auch eine Steckkupplung von der Firma Gardena, die Komplettsysteme anbietet.
Schlauchtrupp
Der Schlauchtrupp besteht mindestens aus einem Schlauchtruppführer (STF) und einem Schlauchtruppmann (STM). Der Schlauchtrupp stellt die benötigten Geräte bereit, nimmt in der Regel das dritte Rohr zur Brandbekämpfung vor, oder übernimmt die Funktion "Sicherungstrupp" (Rettungstrupp für den Angriffstrupp oder Wassertrupp, falls diese beim Atemschutzeinsatz in Gefahr geraten). Bei Verkehrsunfällen baut der Schlauchtrupp bei Dunkelheit die Beleuchtung der Unfallstelle auf und bereitet die benötigten Geräte für den Einsatz vor.
Schlauchtrupp
Der Schlauchtrupp ist eine taktische Untereinheit der Gruppe innerhalb der Feuerwehr. Er besteht aus zwei Einsatzkräften: dem Schlauchtruppführer und dem Schlauchtruppmann. Aufgaben Der Schlauchtrupp rettet und übernimmt je nach Art des Einsatzes (Löscheinsatz oder Technische Hilfe) folgende Aufgaben: Löscheinsatz Im Löscheinsatz stellt der Schlauchtrupp die Wasserversorgung zwischen Verteiler und Strahlrohr her und wird dritter Angriffstrupp. Entschließt sich der Wassertruppführer dazu, mehr als zwei Sauglängen (Saugschläuche) vorzunehmen, unterstützt der Schlauchtrupp den Wassertrupp beim Kuppeln, Beleinen und zu-Wasser-Bringen der Saugschläuche. Technische Hilfeleistung Bei der Leistung der Technischen Hilfeleistung (nach der FwDV 13/1) bereitet der Schlauchtrupp die erforderlichen Geräte für ihren Einsatz vor, übergibt sie dann dem Angriffstrupp, betreibt und überwacht die notwendigen Arregate (Stromerzeuger, Hydraulische Pumpe usw.) zusammen mit dem Maschinisten. Desweiteren unterstützt der Schlauchtrupp den Angriffstrupp bei dem Einsatz aufwendiger technischer Mittel (Luftheber, Hebekissen, Gefahrgutpumpen usw.). Auf Weisung des Gruppenführers übernimmt der Schlauchtrupp weitere Aufgaben. Die anderen Trupps einer Löschgruppe sind der Angriffstrupp und der Wassertrupp. In Deutschland wurden die Aufgaben des Schlauchtrupps beim Löscheinsatz bisher in den FwDV 3 und 4, Die Staffel im Löscheinsatz und Die Gruppe im Löscheinsatz, für die Technische Hilfeleistung in der FwDV 13/1, Die Gruppe im Technischen Hilfeleistungseinsatz, Teil1: Grundregeln festgelegt. Zukünftigt regelt die neue FwDV 3 (Einheiten im Löscheinsatz) ausgehend von der Löschstaffel bis hin zum Löschzug die Tätigkeiten im Löscheinsatz.
Schlauchturm
Der Schlauchturm ist oft ein markantes Zeichen eines Feuerwehrhauses. Hauptsächlich dient der Schlauchturm dem Trocknen von Druckschläuchen nach dem Einsatz. Dies war besonders wichtig, als die Schläuche noch aus Hanf hergestellt wurden. Bei den heutigen Materialien aus Kunstfaser ist es zwar noch immer von Vorteil aber nicht zwingend notwendig. Im Schlauchturm werden die Schläuche mit einem Flaschenzug an den beiden Schlauchkupplungen aufgezogen. So hängen sie gerade und können gut austrocknen und auslüften. Durch die Länge der B-Schläuche von 20 m ergibt sich eine notwendige Höhe von mindestens 10 m zuzüglich der notwendigen Höhe für den Flaschenzug und der Befestigungen. Ein vorhandener Schlauchturm wird oft zusätzlich für die Montage der Sirene und der Funkantennen verwendet, da auch hier die Höhe der Montage von Vorteil ist. Bei größeren Feuerwehren wird der Schlauchturm zugleich als Trainingseinrichtung für Leiterübungen oder Abseilübungen ausgebaut. Allerdings wird beim Neubau eines Feuerwehrhauses der Sclauchturm auch oft weggelassen und durch einen Schlauchtrockner ersetzt, die Sirenen auf anderen hohen Gebäuden plaziert und für die Funkantenne ein eigener wesentlich billigerer Funkmast errichtet.
Schlauchwagen
Ein Schlauchwagen ist ein Feuerwehrfahrzeug, das zum schnellen Verlegen von Druckschläuchen eingesetzt wird. Schlauchwagen führen das Kurzzeichen SW, die Kennziffer 2000 hinter dem Kurzzeichen sagt aus, dass mindestens 2000 m B-Druckschläuche mitgeführt werden. Beispiel: SW 2000
Schläuche
Feuerwehrschläuche dienen zur Wasserförderung. Man unterscheidet Druck- u. Saugschläuche und unterteilt nach Durchmessern.
Schnelangriffseinrichtung
Die Schnellangriffseinrichtung (oder auch Schnellangriffsvorrichtung) findet man bei der Feuerwehr auf Tanklöschfahrzeugen und manchen Löschgruppenfahrzeugen. Sie besteht aus dem im Fahrzeug eingebauten Wassertank, einer Pumpe, und einem direkt an die Pumpe angeschlossenen Druckschlauch, der auf einer Haspel im Fahrzeugheck aufgerollt ist. Obwohl die Schnellangriffseinrichtung aus verschiedenen Gründen (zu kurzer Schlauch, Schlauch schlecht zu transportieren, etc.) für Gebäudebrände oder Großbrände ungeeignet ist, bietet sie Vorteile bei kleineren Löscheinsätzen, wie Autobrände, Containerbrände usw., da sie unabhängig von externer Wasserversorgung und sofort einsatzbereit ist.
Schnellangriffseinrichtung
Sie besteht aus einem stabilen Schlauch mit Strahlrohr, aufgewickelt auf eine Haspel. Damit kann ein schneller Brandangriff vorgetragen werden, zumal das Wasser aus dem mitgeführten Wassertank unmittelbar eingesetzt werden kann. Eine Schnellangriffseinrichtung ist in Löschfahrzeugen und Tanklöschfahrzeugen installiert.
Schornsteinbrände
Bei Schornsteinbränden kann es zu explosionsartig ablaufenden Vorgängen kommen, wenn Wasser in den Schornstein hineingegossen wird. Im Schornsteinen herrschen Temperaturen von mehreren hundert Grad. Wird nun Wasser eingebracht, so verdampft es schlagartig und aus einem Liter Wasser entstehen rund 1700 Liter Wasserdampf. Da diese großen Dampfmengen im Schornstein nicht schnell genug entweichen können, baut sich ein Druck auf, der den Schornstein stark beschädigen oder zum Einsturz bringen kann.
Schutzkleidung
Zum Schutz vor Gefahren des Feuerwehrdienstes trägt der Feuerwehrangehörige bei Übung und Einsatz Schutzkleidung. Dies sind stets Schutzanzug, Feuerwehrhelm, Schutzhandschuhe, Schutzschuhwerk. Sowie bei Bedarf Atemschutz, Sicherheitsgurt, Fangleine, Warnweste oder Sonderschutzkleidung (z.B. Chemikalienschutzkleidung, Hitzeschutzanzug, Kontaminationsschutzkleidung)
Schutzkleidung
Zum Schutz vor Gefahren des Feuerwehrdienstes trägt der Feuerwehrangehörige bei Übung und Einsatz Schutzkleidung. Dies sind stets Schutzanzug, Feuerwehrhelm, Schutzhandschuhe, Schutzschuhwerk. Sowie bei Bedarf Atemschutz, Sicherheitsgurt, Feuerwehrsicherheitsleine, Warnweste oder Sonderschutzkleidung (z.B. Chemikalienschutzkleidung, Hitzeschutzanzug, Kontaminationsschutzkleidung).
Schwelbrand
Der Schwelbrand ist ein unvollständig brennendes Feuer ohne Flammenbildung durch Sauerstoffmangel. Durch das Schwelen der Stoffe entsteht brennbares Rauchgas. Bei plötzlicher Sauerstoffzufuhr z.B. durch Öffnen der Türe in den Brandraum können die Rauchgase schlagartig mit Stichflammen abbrennen.
Schwelbrand
Schwelbrand ist die Bezeichnung für eine unvollständige Verbrennung bei niedriger Verbrennungstemperatur und ungenügender Sauerstoffzufuhr. Als Folge entstehen durch Pyrolyse brennbare Gase und Dämpfe sowie un-oder teilverbrannte Folgeprodukte, von denen viele stark giftig oder krebserregend sind. Als bekanntes und berüchtigtes Brandfolgeprodukt des Kohlenstoffes sei das Kohlenmonxid CO genannt, welches sowohl giftig als auch brennbar ist. Bei vollstäniger Verbrennung unter ausreichender Sauerstoffzufuhr würde Kohlendioxid CO2 entstehen, welches zwar erstickend wirkt, jedoch lange nicht so toxisch wie CO und außerdem unbrennbar ist. Schwelt ein Brand in einem geschlossenen Raum oder Gebäude länger unbemerkt und sind sonst alle Voraussetzungen des Brennens erfüllt, kann es bei Sauerstoffzufuhr, z.B. durch eine platzende Scheibe oder eine plötzlich geöffnete Tür zu einer Rauchdurchzündung oder gar Rauchgasexplosion kommen.
Schwerschaum
Die Löschwirkung des Schwerschaumes beruht auf seiner erstickenden und, aufgrund seines hohen Wasseranteils, auf einer guten kühlenden Wirkung. Eingesetzt wird der Schwerschaum zum: - Löschen von brennbaren Flüssigkeiten - Löschen von festen, glutbildenen Stoffen und zum - Schutz von brandgefährdeten Objekten. Bei kombinierten Pulver-Schaum-Einsätzen übernimmt der Schwerschaum die Aufgabe der nachhaltigen Kühlung und soll Rückzündungen verhindern. In der Brandklasse A ist der Einsatz von Schwerschaum dann zu empfehlen, wenn der der Einsatz von Wasser in größeren Mengen nicht möglich ist ( Schiffsbrände, Brände von Koks in geschlossenen Räumen). Auf Flughäfen dient Schwerschaum dem Beschäumen der Landebahn.
Seilschlauchhalter
Seilschlauchhalter haben die Aufgabe, Schlauchleitungen bei Brandeinsätzen zu fixieren, um somit die Stolpergefahr zu reduzieren. Ebenso bei ungewollter Erhöhung des Drucks den Schlauch auf gleicher Stelle zu halten. Anwendung z.B. bei Bränden in Hochhäusern (Befestigung am Treppengeländer) oder bei der Brandbekämpfung über die Drehleiter (Befestigung an den Leitersprossen.)
Seilwinde
Bei Feuerwehrfahrzeugen findet man oft eine Seilwinde, die im Fahrzeug eingebaut ist, um bei technischen Einsätzen eine Möglichkeit hat, auch schwere Teile zu ziehen. Die Seilwinde ist eine Seiltrommel, die entweder hydraulisch oder mechanisch angetrieben wird und auf der das Stahlseil aufgerollt wird. Kleinere Winden können auch mit einem Elektromotor angetrieben werden. Das Seil kann sich selbständig nebeneinander gleichmäßig aufrollen, wenn die freie Strecke des Seiles vor der Trommel lang genug ist. Anderen Falls muss eine zusätzliche Seilführung, die das Seil seitlich versetzt, vorhanden sein. In diesen Fällen wird die ganze Zugkraft vom Seil auf die Trommel übertragen. Dabei muss man berücksichtigen, dass die Zugkraft mit der Anzahl der Lagen auf der Trommel abnimmt. So ist bei einer Winde mit einer Zugkraft von 50 kN auf der innersten Lage auf der äußersten Lage (normalerweise 4 - 5 Lagen) je nach Seildurchmesser nur mehr eine Zugkraft von 20 - 30 kN vorhanden. Es gibt aber auch andere Winden, wo das Seil um ein Seilspill herumgeschlungen wird und erst dann auf einer anderen Trommel aufgewickelt wird. Diese übt nur eine Vorspannung aus, damit das Seil die notwendige Reibung am Spillkopf hat. In diesem Fall hat die Winde über die gesamte Seillänge die selbe Zugkraft und Seilgeschwindigkeit. Diese Winde hat aber einen größeren Platzbedarf und ist wesentlich aufwendiger gebaut. Die Winden werden im Stillstand automatisch mit einer Ein- oder Mehrscheibenbremse eingebremst. Im Betrieb wird erst die Bremsegelöst. Winden können entweder heckseitig bei Fahrzeug oder nach vorne angebaut sein. Bei den heckseitigen Winden ist die Belastung des Fahrgestells günstiger, da der Rahmen auf Druck und nicht auf Zug wie bei Frontwinden belastet wird. Bei den Heckwinden wird das Seil im Fahrzeugrahmen entweder frei oder durch Rohre und Umlenkrollen nach vorne geführt. An der Vorderseite Fahrzeuges ist entweder ein so genanntes Seilfenster mittels vier Rollen, die das Seil führen oder eine so genannte Propellerrolle (das sind zwei Umlenkrollen, die sich um 360 Grad drehen können) angebracht. Der Zugwinkel darf aber trotzdem nicht mehr als 15 Grad nach links oder rechts von der Fahrzeugachse abweichen, da sonst Schäden am Fahrgestell auftreten können. Um das Seil bei der unbelasteten Winde schneller ausziehen zu könne, haben die Winden meistens einen Freilauf. Dabei wird die Trommel durch eine Kupplung vom Antrieb getrennt und kann sich frei durchdrehen. Dieser Freilauf darf sich aber nur in unbelastenen Zustand schalten lassen. Die Seilgeschwindigkeit wird bei mechanischen Winden über die Motordrehzahl, bei hydraulischen über ein Steuerventil geregelt. Um eine zu hohe Belastung der Winde und des Seils zu vermeiden, sind bei hydraulischen Antrieben Überdruckventile oder bei mechanischen Winden Scherbolzen als Sollbruchstelle eingebaut. Die übliche Zugkraft einer Feuerwehrseilwinde ist 50 kN und hat eine Zuglänge von 50 - 60 m. Dabei ist zu berücksichtigen, dass noch mehrere Seilwindungen auf der Trommel verbleiben müssen, damit die Zugkraft auch durch die Reibung auf die Trommel und nicht die ganze Kraft über das Seilschloss übertragen wird. Gesteuert werden die Windenbewegungen meistens aus Sicherheitsgründen vom Fahrersitz aus. Es gibt allerdings auch Fernsteuerungen, mit der sich der Maschinist vom Fahrzeug wegbewegen kann. Auch beim Betrieb von Seilwinden ist Sicherheit das oberste Gebot. Deshalb dürfen sich die Feuerwehrangehörigen nicht im Bereich des Seiles aufhalten, wenn die Winde unter Zug ist. Das Seil muss regelmäßig kontrolliert und gewartet werden. Wenn Litzen gebrochen sind, muss das Seil getauscht werden.
Sicherheitsgurt
Ein Sicherheitsgurt ist eine in Deutschland seit den 80er-Jahren vorgeschriebene Sicherheitseinrichtung in Automobilen. Die Fahrzeuginsassen werden dabei im Falle von Bremsmanövern von stabilen, mit der Karosserie verbundenen Bändern gehalten und können so nicht durch das Fahrzeug geschleudert werden. Der Sicherheitsbonus der Knautschzone kommt so auch den Insassen zugute. Zudem dehnen sich die Gurte bei einem Crash, wodurch der Verlangsamungsweg für den Insassen nochmals sinkt. Typen Je nach Anzahl der Punkte an denen der Insasse mit der Karosserie verbunden ist, teilt man die Gurte in 2-Punkt bis Sechs-Punktgurte ein: - Zweipunktgurt In der Regel Beckengurt. Sie werden im Flugzeug eingesetzt in seltenen Ausnahmefällen (in Verbindung mit einem 3-Punkt-Gurt auch Schulter-Beckengurt) - Dreipunktgurt Der normale Gurt im Auto. Geht über das Becken zur Schnalle und von dort über die gegenüberliegende Schulter. - Vierpunktgurt In der Regel als Hosenträgergurt realisiert. Hat leider in der Praxis den Nachteil, dass bei Crashs der Beckengurt nach oben gezogen wird und man dadurch leichter unter dem Gurt durchrutschen kann. Dies wird bei Fünf- und Sechspunktgurten durch einen bzw. zwei Schrittgurte verhindert. Wegen des stark eingeschränkten Bewegungsspielraumes und der reduzierten Bequemlichkeit werden in Fahrzeugen, die für den Straßenverkehr vorgesehen sind Drei-Punkt-Gurte verwendet, bei Fahrzeugen mit erhöhten Sicherheitsanforderungen wie etwa Rennfahrzeugen werden Fünf- oder Sechspunktgurte eingesetzt. Vorreiter für Gurte in der Fahrzeugtechnik war Volvo, der in seinen Fahrzeugen Sicherheitsgurten serienmäßig einbaute. Ursprünglich waren es Zweipunktgurte, die jeweils vom Türsteher über die Schulter schräg nach unten zum Kardantunnel führten. Es bestand aber die Gefahr des darunter Durchrutschens. Die heutigen Gurten sind wesentlich komfortabler, sie sind auf die jeweilige Schulterhöhe einstellbar, sowie aufrollbar. Im Falle des Ansprechens der Gurten wird ein Gurtstraffer aktiv, so dass sie beim normalen Fahren nicht mehr stark ziehen. Obwohl gesetzlich vorgeschrieben, schnallt sich nur ein Bruchteil der Fahrer und noch weniger die Beifahrer an. Ist es in den meisten Fällen Bequemlichkeit, dass man sich nicht anschnallt, so hört auch immer wieder als Kontra, dass der Gurt im Falle eines Fahrzeugbrandes hinderlich sei, das Fahrzeug zu verlassen. Die Befürworter zeigen jedoch die geringe Wahrscheinlichkeit eines Brandes gegenüber einem Auffahrunfall und der Gefahr des Herausgeschleudertwerdens aus dem Fahrzeug.
Siedepunkt
Der Siedepunkt ist die maximale Temperatur, die eine Flüssigkeit erreichen kann. Wird die siedende Flüssigkeit weiterhin erhitzt, so erfolgt jetzt kein Temperaturanstieg mehr. Wohl aber eine Steigerung der Verdampfungsgeschwindigkeit. Bei Flüssigkeitsbränden resultiert hieraus eine immer größer werdende Flammenbildung, wenn die Flüssigkeit eine weitere Wärmezufuhr erfährt. Ein einfaches Beispiel ist das kochende Wasser, Siedepunkt 100 °C. Der Siedepunkt ist stark druckabhängig, die angegebenen Beispiele gelten für einen Umgebungsdruck von 1013 mbar. Beispiele: Fluor -187 °C Acetylen -81 °C Benzol 80 °C Teer 300 °C
Sirene
Auch im Zeitalter moderner Alarmierungstechnik mit immer kleiner werdenden und individuell programmierbaren Funkmeldeempfängern hat die Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehren über Sirene immer noch eine sehr große Bedeutung. Während es in größeren Städten undenkbar wäre, die Feuerwehr bei oft mehreren Einsätzen pro Woche über Sirene zu alarmieren, ist dies besonders für kleinere Feuerwehren mit oft wenigen Einsätzen im Jahr meist die einzige Möglichkeit, überhaupt alarmiert werden zu können. Sie verfügen in der Regel über keine oder nur wenige Meldeempfänger. Aber auch größere Wehren, die aufgrund der Einsatzhäufigkeit im Normalfall nur "still" über Meldeempfänger alarmiert werden, halten zusätzlich an der Möglichkeit der Sirenenalarmierung fest, um im Bedarfsfall bei größeren Schadenslagen möglichst viele Einsatzkräfte erreichen zu können.
Sirenensignale
Die Sirenensignale sind in Deutschland und Österreich einheitlich geregelt: Signale für die Feuerwehr 1x15sec. Dauerton 675Hz + 1860Hz Sirenenprobe, diese wird jeden Samstag um ungefähr 12 Uhr von der jeweiligen Alarmzentrale durchgeführt (in Deutschland regional abweichend). 3x15sec. Dauerton 675Hz + 1240Hz Alarm für die Feuerwehr In vielen Städten und großen Orten, wird die Feuerwehr mit Funkmeldeempfängern alarmiert. In vielen Feuerwehren wird allerdings auch unterschieden, dass bei Bränden oder Menschenrettung mit beiden alarmiert wird, bei technischen Einsätzen hingegen nur mit den Funkrufempfängern. Dies ist abhängig von den örtlichen Alarmplänen Signale für die Zivilbevölkerung 3min Dauerton 675Hz + 2280HzWarnung: In diesem Fall soll die Bevölkerung Radio oder Fernsehen einschalten und weitere Anordnungen abwarten. 1min auf- und abschwellender Ton 675Hz + 825HzAlarm: Die Bevölkerung soll schützende Räume aufsuchen (ein Auto könnte keinen Schutz bieten!) und Radio oder Fernsehen einschalten. 1min. Dauerton 675Hz + 1010HzEntwarnung Diese Art wird für großflächige Ereignisse, wie z.B. Hochwasser verwendet. Aber auch bei örtlichen Großunfällen kann sie verwendet werden.
Sonderlöschfahrzeug
Ein Sonderlöschmittelfahrzeug ist ein Feuerwehrfahrzeug, mit dem verschiedene Löschmittel wie Wasser, Schaummittelkonzentrate, Löschpulver oder Kohlenstoffdioxid zur Einsatzstelle transportiert werden können. Es kann mit einer vom Fahrzeugmotor angetriebenen Feuerlösch-Kreiselpumpe ausgerüstet sein.
Sonderstrahlrohre
Sonderstrahlrohre sind spezielle Armaturen zur Löschmittelabgabe, die neben den Mehrzweckrohre, Hohlstrahlrohren und Schaumrohren verwendet werden. Sonderstrahlrohre sind: Brausekopfrohre,Löschlanzen,Wenderohre,Monitore,Hochdruckstrahlrohre.
Spannungstrichter
Im Brandfalle können Hochspannungsleitungen reißen und unter Strom stehend den Boden berühren. Es bildet aich ein Spannungstrichter. Bei gut leitenden Böden (z.B. nasser Lehm) ist der Spannungstrichter klein, bei schlecht leitenden Böden (z.B. trockener Sand) ist er groß. Dringt man mit großen Schritten in einen Spannungstrichter ein, so berührt man mit seinen Füßen unterschiedliche Spannungsbereiche. Es kommt zu einem Stromfluss im menschlichen Körper mit gefährlicher Stromstärke. Eine Annäherung nur mit kleinen Schritten bis auf eine Entfernung von 20 m erfolgen.
Spreizer
Ist ein hydraulisches Rettungsgerät, das besonders zur Rettung von eingeklemmten und eingeschlossenen Unfallopfern dient. Mit ihm können verklemmte Fahrzeugtüren aufgespreizt, Fahrzeugdächer hochgedrückt und Teile weggedrückt werden. Sie bestehen aus zwei Hebelarmen, die durch hydraulische Kräfte auseinandergespreizt und zusammengepresst werden können. Spreizer können auch als kombiniertes Gerät mit Rettungsschere eingesetzt werden.
Sprinkleranlage
Eine automatische Löschanlage, die ständig betriebsbereit ist und im Brandfall das unter Druck stehende Löschwasser frei gibt. Dies geschieht über wärmeempfindliche Einrichtungen (Ausdehnen einer Flüssigkeit in einem Glasbehälter oder Schmelzen eines Lots), damit wird das Wasser über Sprinkler abgegeben. Sprinkleranlagen erkennen, bekämpfen und melden Brände selbstständig. Bei einer gewissen Auslösetemperatur öffnen sich die Sprinkler, durch den Druckabfall löst eine Alarmglocke aus, gleichzeitig wird eine Alarmmeldung an die Brandmeldeanlage und damit an die Leitstelle weitergegeben. Sprinkleranlagen sind in Fabrikanlagen, Lagerhallen, Parkhäusern, Kaufhäusern, Büros und Krankenhäusern eingebaut.
Sprungpolster
Sprungpolster sind Sprungrettungsgeräte in Form eines viereckigen Luftkissens. Das Sprungpolster wird durch 6 Mann in Stellung gebracht. Durch Hoch- und Niederziehen der am Rand angeordneten Ventilklappen wird Luft in das Polster gedrückt. Der Zielkreis hat einen Durchmesser von 2,0m. Das Sprungpolster selbst ist 3,3m x 3,3m groß und 1,4m hoch. Wichtig! Bei Übungen und Prüfungen dürfen keine Personen springen. Hierzu sind Fallkörper (Sandsäcke) zu nehmen, deren Gewicht 75kg nicht überschreiten darf. Zu den Übungen zählen auch Vorführungen. (Nach UVV Feuerwehren-GUV 7.13 - § 21)
Sprungretter
Der Sprungretter ist ein mechanisch aufblasbares Luftkissensystem, welches den Aufprall eines Menschen nach einem Fall aus großer Höhe sicher auffangen soll. Wichtig! Bei Übungen und Prüfungen dürfen keine Personen springen. Hierzu sind Fallkörper (Sandsäcke) zu nehmen, deren Gewicht 75kg nicht überschreiten darf. Zu den Übungen zählen auch Vorführungen. (Nach UVV Feuerwehren-GUV 7.13 - § 21)
Sprungtuch
Das Sprungtuch dient zur Rettung von in Not befindlichen Menschen. Die Aussenmaße betragen 3,5m x 3,5m. Es kann durch ein an 2 Seiten parallel geführtes Halteseil auf 3,0m x 3,0m verkleinert werden. Sprungtücher werden aus Segeltuch oder Polyester hergestellt. Das Sprungtuch muß von mindestens 16 Mann mit Untergriff in Arbeitshöhe (Schultzerhöhe) gehalten werden. Die Sprungrettungsgeräte eignen sich zum Auffangen freifallender Personen aus einer Höhe von höchstens 12-15m. Wichtig! Bei Übungen und Prüfungen dürfen keine Personen springen. Hierzu sind Fallkörper (Sandsäcke) zu nehmen, deren Gewicht 75kg nicht überschreiten darf. Zu den Übungen zählen auch Vorführungen. (Nach UVV Feuerwehren-GUV 7.13 - § 21)
Sprühstrahl
Aufgrund der besseren Auffächerung ermöglicht der Sprühstrahl eine größere Kühlwirkung gegenüber dem Vollstrahl, da die kleineren Wassertröpfchen rascher verdampfen als die gebündelte Wassermenge des Vollstrahles. Dies führt, bei Einsatz des Sprühstrahles, zu einem kleineren Wasserschaden, wozu auch die größere Flächenleistung beiträgt.
Spz
Spielmannszug
SpzFü
Spielmannszugführer
St
Staffel
StFü
Staffelführer
Staffel
Die Staffel besteht aus sechs Feuerwehrleuten. Einem Staffelführer, einem Maschinisten, sowie zwei Trupps (aufgeteilt in einen Angriffstrupp und einen Wassertrupp).
Staffel
Sie besteht aus einem Führer, fünf Einsatzkräften und Gerät (Staffel 1/5).
Standrohr
Das Standrohr gehört zur Gruppe der wasserfördernden Armaturen, die für die Wasserentnahme eingesetzt werden. Um Wasser aus einem Unterflurhydranten entnehmen zu können, muss mit dem Unterflurhydrantenschlüssel zuerst der Hydrantendeckel abgehoben und zur Seite weggedreht werden. Mit dem Unterflurhydrantenschlüssel greift man unter den Aushebesteg des Hydrantendeckels, hebt diesen an und dreht ihn zur Seite weg. Anschließend wird der Klauendeckel des Unterflurhydranten entfernt und das Standrohr mit der Klauenmutter in die Klaue eingesetzt und festgedreht. Deshalb ist es wichtig, das die Klauenmutter am Standrohr immer ganz nach unten gedreht ist. Danach wird mit den Unterflurhydrantenschlüssel das Hydrantenventil geöffnet. Bevor das Wasser durch die Schläuche weitergeleitet wird, ist eine gründliche Spülung des Hydranten erforderlich damit keine Dreckpartikel usw. in die Armaturen gelangen können.
Standrohr
Ein Standrohr ist eine Armatur zur Wasserentnahme aus Unterflurhydranten und ist mit zwei Absperrventilen und zwei B-Abgängen ausgerüstet. Das Standrohr wird mit dem am Fußteil befindlichen Bundring auf den Standrohrsitz des Unterflurhydranten aufgesetzt und durch den unter die Hydrantenklauen eingreifenden Spannring durch Rechtsdrehen im Sinne der Uhrzeigerbewegung festgezogen. Vor dem Bundring ist ein Dichtring aus Leder aufgezogen, der für die Abdichtung gegen den Standrohrsitz sorgt. Die maximale Wasserlieferung beträt ca. 2200 l/min.
Staubbrand
Ist der Brand eines abgelagerten brennbaren Staubs. Besonders in holzbearbeitenden Betrieben, Mühlen, in der Textilindustrie usw. kommt es zu gefährlichen Ansammlungen von Stäuben. Meist treten die Brände als Glimm- oder Schwelbrände auf, eine unmittelbare Entflammung und damit ein Überschreiten der Zündtemperatur tritt nur bei leichtentzündlichen Stäuben wie Aluminium- und Magnesiumstaub auf. Wichtig ist, dass bei der Bekämpfung von Staubbränden keine Aufwirbelungen durch Vollstrahl hervorgerufen wird, dies kann zu einer Staubexplosion führen, wenn eine geeignete Zündquelle vorhanden ist. Deshalb dürfen Staubbrände nur mit Sprühstrahl bekämpft werden.
Staubexplosion
Von großer Bedeutung für die Abbrandgeschwindigkeit brennbarer Stoffe ist ihre Oberfläche, denn diese bestimmt die Zutrittsmöglichkeit von Sauerstoff. Werden Stäube in der Nähe einer Zündquelle aufgewirbelt, entsteht auf Grund ihrer großen Oberfläche immer die Gefahr einer Staubexplosion. Dabei kann es je nach Stoff genügen, 20g bis 50g Staub je Kubikmeter Luft aufzuwirbeln, um ein zündfähiges Staub-Luft-Gemisch zu erzeugen. In Staubform können sogar Stoffe explodieren, von denen in kompakter Form keine Brandgefahr ausgeht.
Steckleiter
Die Steckleiter ist aus mehreren Teilen zusammengesetzt. Mit ihr kann man mittlere Höhen erreichen. Sie besteht aus 4 Leiter-Teilen. Durch die vielen Anwendungsmöglichkeiten kommt sie im Feuerwehrdienst am häufigsten zum Einsatz. Die Länge eines Steckleiterteils beträgt 2,70m, das Gewicht ca.12,5 kg. 1 Steckleiterteil 2,70 m 2 Steckleiterteile 4,60 m 3 Steckleiterteile 6,50 m 4 Steckleiterteile 8,40 m Bei normaler Geschoßhöhe reicht die 4-teilige Steckleiter bis zum 2.OG.
Stellv. Kdt
Stellvertretender Kommandant
Stickeffekt
Chemische Reaktionen vollziehen sich nur nach gleichbleibenden Mengenverhältnissen. Wird das Verhältnis zwischen brennbarem Stoff und Sauerstoff gestört, kommt es zu einer Verlangsamung der Verbrennungsgeschwindigkeit bzw. zum Stillstand. Der Stickeffekt kann noch weiter unterteilt werden in: Abmagern: Die Zufuhr des brennbaren Stoffes wird vermindert Trennen: Trennen des brennbaren Stoffes vom Sauerstoff Verdünnen: Die Sauerstoffkonzentration wird vermindert.
Strahlrohr
Ist eine Armatur, die zur Wasserabgabe am Ende eines Druckschlauches dient. Es ist als Mehrzweckstrahlrohr ausgebildet und kann das Löschmittel (meist Wasser) als Vollstrahl und Sprühstrahl abgeben. Man unterscheidet B-, C- und D-Strahlrohre, ihre Wasserdurchflussmenge kann grob wie folgt angegeben werden: D-Strahlrohr mit Mundstück 25 l/min D-Strahlrohr ohne Mundstück 50 l/min C-Strahlrohr mit Mundstück 100 l/min C-Strahlrohr ohne Mundstück 200 l/min B-Strahlrohr mit Mundstück 400 l/min B-Strahlrohr ohne Mundstück 800 l/min
Sturmstärke
Windstärkekm/hKnotenBezeichnungAuswirkungen
000WindstilleKeine Luftbewegung. Rauch steigt senkrecht empor.
11-51-3leiser ZugWindrichtung nur an ziehendem Rauch erkennbar.
26-114-6leichter WindWind im Gesicht fühlbar.
312-197-10leichte Brise, schwacher WindBlätter werden bewegt, leichte Wimpel gestreckt.
420-2811-15mäßiger WindWind hebt Staub und Papier, kleine Zweige werden bewegt, schwere Wimpel gestreckt.
529-3816-21frischer WindGrößere Zweige werden bewegt; Wind im Gesicht schon unangenehm.
639-4922-27starker WindÄste werden bewegt, Wind pfeift in Drahtleitungen.
750-6128-33steifer WindKleinere Bäume werden bewegt, spürbare Hemmung beim Gehen gegen den Wind.
862-7434-40stürmischer WindGroße Bäume werden bewegt, Zweige abgebrochen; das Gehen erheblich erschwert.
975-8841-47SturmLeichtere Gegenstände werden aus ihrer Lage gebracht; Schäden an Dächern.
1089-10248-55starker SturmBäume werden entwurzelt, Häuser beschädigt.
11103-11756-63orkanartiger SturmSchwere Sturmschäden.
12>117>63OrkanVerwüstungen.
Stützkrümmer
Der Stützkrümmer ist eine Armatur der Feuerwehr. Er soll beim Einsatz eines BM-Strahlrohrs die Rückstosskräfte des Wassers über die Schlauchleitung zum Boden leiten und somit das Halten eines solchen Rohres mit 2 statt 3 Personen ermöglichen.
Suizid
Als Suizid bezeichnet man eine vollendete Selbsttötung.
sprung
Person droht zu springen; Z.B. Suizidversuch
Unsere nächsten Termine
Sa, 27.07.2019
13:00 - 17:00
Übung Alarmmodul C
Hennstedt
Radio 112
Feuer1
Jens-Uwe Andersson