Technische Einsatzleitung Dithmarschen

RTW
Rettungstransportwagen
RW
Rüstwagen
Rauch
Ein Aerosol, das hauptsächlich aus Rauchgasen und festen Teilchen besteht (DIN 14011 Teil 1). Die festen Teilchen im Rauch können sein: Ruß, Holzkohle oder Flugasche. Die Teilchengröße (Durchmesser) liegt im Bereich von 10-2 bis 10-6 mm. Die Farbe des Rauches ergibt sich aus dem Ruß (schwarz), dem Wasserdampf (weiß) und durch Schwelgase (gelblich, grünlich). Der Rauch wird als Brandkenngröße bei automatischen Brandmeldern ( Rauchmelder ) genutzt.
Rauch- und Wärmeabzugsanlage
Rauch-und Wärmeabzugsanlage (RWA) ist die Gesamtheit aller Einrichtungen, die im Brandfall den Abzug von Brandgasen, Wärme und Rauch durch Rauch-und Wärmeabzugsgeräte (RWG) im Dach sicherstellen. Für die Planung und den Einbau für thermisch wirkende RWA, werden in der Regel die Richtlinien VdS 2098 oder die DIN 18232-3 angewendet. Bei der Auslegung zur Sicherung von Treppenräumen als Rettungswege gilt die BauONRW.
Rauchmelder
Rauchmelder sind Geräte mit denen entstehende Brände frühzeitig erkannt werden. Es gibt Rauchmelder die im Alarmfall einen schrillen Pfeiffton abgeben. Andere sind in Brandmeldeanlagen integriert und liefern die Daten an die Brandmeldezentrale (BMZ) welche dann die Leitstelle der feuerwehr alarmiert.
Rauchschürze
Die Rauchschürze ist ein Bauteil, welches dem seitlichen Abfließen des Rauches und der heißen Brandgase entgegenwirkt. Sie reicht von der Dachunterseite bis zu einer bestimmten Höhe über dem Fußboden und begrenzt Dachabschnittsflächen.
Reanimation
Die Wiederherstellung der Vitalfunktionen. Man unterscheidet Reanimation: - durch den Ersthelfer: Herz-Lungen-Wiederbelebung mit manueller Atemspende, - durch den Rettungsdienst: Herz-Lungen-Wiederbelebung unter Einsatz medizin-technischer Geräte: der Patient wird intubiert (Einführen eines Tubus ). Die manuelle Atemspende kann durch Beatmungsgeräte ersetzt werden. Ferner wird ein venöser Zugang an eine der Armvenen gelegt, um Medikamente applizieren zu können. Die Verabreichung von Medikamenten ist dem Notarzt vorbehalten.
Reanimation
lateinisch = Wiederbelebung Gesamtheit aller Maßnahmen, die bei Herzstillstand und damit Aufhören des Blutkreislaufs oder bei Atemstillstand sofort ergriffen werden müssen, um Kreislauf, Lungenbelüftung und Gehirndurchblutung wieder in Gang zu bringen. Im Rahmen der ersten Hilfe dienen der Reanimation: Kopftieflagerung, Atemspende bzw. künstliche Atmung, Herzmassage.
Rechte
Ein Feuerwehrangehöriger hat Anspruch auf Absicherung gegen die Folgen von Schäden, die ihm im Dienst entstehen.
Retten
Leben und Gesundheit sind elementare Rechtsgüter, auf die alle Menschen einen Anspruch haben. Das Retten hat bei Feuerwehreinsätzen Vorrang vor allen anderen Tätigkeiten. Retten ist das abwenden einer Lebensgefahr von Menschen oder Tieren durch Lebensrettende Sofortmaßnahmen oder Befreiung aus einer lebensbedrohenden Zwangslage.
Rettungsassistenten
Rettungsassistenten - sind Helfer des Arztes die insbesondere dazu befähigt sind, am Notfallort bis zur Übernahme der Behandlung durch den Arzt lebensrettende Maßnahmen bei Notfallpatienten durchzuführen, die Transportfähigkeit solcher Patienten herzustellen, die lebenswichtigen Körperfunktionen während des Transports zum Krankenhaus zu beobachten und aufrechtzuerhalten sowie kranke, verletzte und sonstige hilfsbedürftige Personen, auch soweit sie nicht Notfallpatienten sind, unter sachlicher Betreuung zu befördern. (§ 3 RettAssG) Um Rettungsassistent werden zu können, benötigt man einen Lehrgang. Dieser besteht aus mindestens 1200 Stunden theoretischer und praktischer Ausbildung und dauert, sofern er in Vollzeitform durchgeführt wird, zwölf Monate. Er wird von staatlich anerkannten Schulen für Rettungsassistenten durchgeführt und schließt mit der staatlichen Prüfung ab. (§ 4 RettAssG) Die Voraussetzung für den Zugang zum Lehrgang nach ist die Vollendung des 18. Lebensjahres und die gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Berufs und der Hauptschulabschluß oder eine gleichwertige Schulbildung oder eine abgeschlossene Berufsausbildung. (§ 5 RettAssG) Nach der staatlichen Prüfung muss noch ein praktischer Teil absolviert werden. Die praktische Tätigkeit umfaßt mindestens 1600 Stunden und dauert, sofern sie in Vollzeitform abgeleistet wird, zwölf Monate. Sie ist nach bestandener staatlicher Prüfung in einer von der zuständigen Behörde zur Annahme von Praktikanten ermächtigten Einrichtung des Rettungsdienstes abzuleisten.
Rettungsdienst
Der Rettungsdienst ist organisierte Hilfe und hat die Aufgabe, bei Notfallpatienten am Notfallort lebensrettende Maßnahmen durchzuführen und ihre Transportfähigkeit herzustellen sowie diese Personen unter Aufrechterhaltung der Transportfähigkeit und Vermeidung weiterer Schäden in eine geeignete Gesundheitseinrichtung/Krankenhaus zu befördern (Notfallrettung). Aufgabe des Rettungsdienstes ist es auch, kranke, verletzte oder sonstige hilfsbedürftige Personen, die keine Notfallpatienten sind, unter sachgerechter Betreuung zu befördern (Krankentransport). Mit dem Begriff "Rettungsdienst" wird also die präklinische, notfallmedizinische Versorgung der Bevölkerung, mit ihren Bereichen Notfallrettung und Krankentransport bezeichnet.
Rettungsfahrzeuge
Rettungsfahrzeuge sind Kraftfahrzeuge mit bestimmter medizinischer und technischer Ausstattung, in denen Notfallpatienten und - Nicht-Notfallpatienten versorgt werden können. Ihre Besatzung besteht aus dem Personal im Rettungsdienst und gegebenenfalls einem Notarzt. NEF Notarzt-Einsatz-Fahrzeug RTW Rettungs-Transport-Wagen NAW Notarzt-Wagen KTW Kranken-Transport-Wagen GrKTW Großraum-Kranken-Transport-Wagen
Rettungsgeräte
Die Feuerwehr setzt Rettungsgeräte in der Technischen Hilfeleistung ein, um Menschen und Tiere aus Gefahrenbereichen zu retten. Dies sind Leitern, Sprungtuch, Sprungpolster, Luftheber, Hydraulikheber, Spreizer, Hydraulikschneidegerät, Fangleinen.
Rettungsknoten
Er ist ein Knoten (eigentlich Schlaufenstich), der sich beim Anziehen der Feuerwehrleine nicht fest um den Gegenstand sondern nur im Knoten zusammenzieht. Die Anwendung erfolgt beim Retten und Sichern von Personen, wobei die Feuerwehrleine um die Brust der Person gelegt und mit einem Pfahlstich (Rettungsknoten) gesichert wird.
Rettungsmesser
Rettungsmesser sind Messer die in erster Linie von Feuerwehren,Polizei, Rettungsteams und Fallschirmspringern eingesetzt werden. Sie dienen zur Rettung und Befreiung von Menschen aus Notlagen. Rettungsmesser sollten eine auffällige Farbe haben, einen rutschfesten Griff besitzen, über eine Rostfreie Klinge verfügen und sich leicht öffnen lassen. Mit Rettungsmessern die über einen Wellenschliff verfügen können besonders leicht Gurte, Textilien oder andere faserige Materialien zerschnitten werden. In Rettungsmessern können Gurtschneider und Scheibenzertrümmerer integriert sein. Achtung, nicht jedes Messer ist ein Rettungsmesser. Es gibt große Unterschiede hinsichtlich der Qualität. Ein Rettungsmesser darf im Ernstfall nicht auseinander fallen!
Rettungsplattform
Die Rettungsplattform ist ein Schnellbaugerüst mit Geländer, das vorwiegend zur Rettung von eingeklemmten Personen in Lkw benötigt wird. Die Plattform wird hierbei eingesetzt, um den Höhenunterschied zwischen Boden und Lkw-Führerhaus zu überwinden.
Rettungssanitäter
Rettungssanitäter - Rettungssanitäter haben als Aufgabe die Patientenbetreuung beim Krankentransport sowie die Fahrer und Helferfunktion bei der Notfallrettung. Es bedarf einer Ausbildung, diese umfasst mindestens 520 Ausbildungsstunden und gliedert sich in: 1. eine theoretische Ausbildung von mindestens 160 Stunden, 2. eine klinisch-praktische Ausbildung von mindestens 160 Stunden an einem Krankenhaus, die in höchstens zwei Blöcken von mindestens je 80 Stunden abzuleisten ist, des Rettungsgesetzes NRW mit notärztlicher Versorgung; es sind wenigstens 40 es sind wenigstens 40 Einsätze, von denen mindestens 20 Notfalleinsätze sein müssen, nachzuweisen, 4. einen fünftägigen Abschlusslehrgang mit 40 Stunden zu je 45 Minuten.(§ 1 RettSanApo NW) Zur Ausbildung wird nur zugelassen, wer das 17. Lebensjahr vollendet hat und 1. körperlich, geistig und persönlich zur Ausübung der Rettungssanitätertätigkeit geeignet ist, 2. den Hauptschulabschluss oder einen entsprechenden Bildungsstand besitzt oder eine abgeschlossene Ausbildung hat, 3. eine Erste-Hilfe-Ausbildung (16 Stunden), die nicht länger als ein Jahr zurückliegt, nachweisen kann und 4. eine Erklärung darüber vorlegt, dass gegen ihn weder ein staatsanwaltschaftliches Ermittlungsverfahren noch ein Strafverfahren anhängig und auch in den letzten 5 Jahren nicht durchgeführt worden sind. Zum Nachweis der physischen und psychischen Geeignetheit ist eine ärztliche Bescheinigung vorzulegen, die nicht älter als drei Monate sein darf. (§ 4 RettSanAPO NW) ST
Rettungsschere
Sie zählt zu den hydraulischen Rettungsgeräten und eignet sich besonders zum Durchtrennen von Tür- und Dachholmen und anderen Teilen bei verunfallten Kraftfahrzeugen aber auch von Eisenteilen, Rohren und Kabeln. Die beiden Schneiden werden meist hydraulisch betätigt und haben eine gewisse Maulweite. Rettungsschere und Spreizer werden auch als kombiniertes Gerät eingesetzt.
Ringmonitor
Der Wasserringmonitor ist ein mobiler tragbarer Wasserwerfer der zur allgemeinen Brandbekämpfung und zur Kühlung von Objekten dient. Anders als bei einem fest montierten Wasserwerfer kann dieser problemlos mit 2 Feuerwehrkameraden nahezu überall in Stellung genommen werden. Er verfügt über 2 B-Anschlüsse, kann aber auch nur mit einer B-Leitung versorgt werden. Mit 2 B-Leitungen wird bei 8 bar in etwa eine Durchflussmenge von 1300l/min und eine Wurfweite von 65 m erreicht.
Rollgliss
Der Rollgliss fällt unter die sogenannten Höhenrettungsgeräte, die dazu verwendet werden, um zum Beispiel Personen mit Hilfe der Drehleiter von einem Balkon abzuseilen oder aus Höhen zu retten, bei denen der Einsatz eines Sprungtuches oder Sprungretters wegen der Höhe nicht mehr in Frage kommt.
Rundumkennleuchte
Rundumkennleuchten oder auch Rundumleuchten sind Lampen der Fahrzeugbeleuchtung, die je nach Farbe auf ein spezielles Fahrzeug hinweisen. Um eine stillstehende Glühbirne wird ein Hohlspiegel durch einen Motor rundherumgedreht. Dadurch rotiert auch der Strahl dieses Lichtes um 360°. In neuerer Zeit werden statt dieser ''klassischen'' Rundumkennleuchten auch (Mehrfach-)Blitzleuchten verwendet, in denen statt der zuvor genannten mechanischen Teile Stroboskop-Blitzleuchten verbaut sind, die in regelmäßigen Abständen einmal, zweimal (oder mehrfach) kurz hintereinander aufblitzen. Der Verschleiß soll bei dieser neuen Variante geringer sein; sie ist jedoch tagsüber schlechter zu erkennen. Die Leuchten müssen auf dem Fahrzeug so angebracht werden, dass sie von allen Seiten (360°, also eben rundum) erkennbar sind. Erforderlichenfalls müssen dazu mehrere Leuchten montiert werden, beispielsweise vorne und hinten auf dem Fahrzeug. Die Lampen können auf den Fahrzeugen fix montiert sein oder aber mit Magnethaltern nur bei Bedarf montiert werden (z.B. Zivilstreifen). Gelbe Rundumkennleuchten Gelbe Rundumkennleuchten weisen auf ein Fahrzeug hin, auf das besonders Rücksicht zu nehmen ist. - Fahrzeuge der Straßenverwaltung, - Müllsammelfahrzeuge, - LKW, die größer sind als normalerweise erlaubt, - Gefahrguttransporter. Sie warnen generell vor Unfall- oder Gefahrenstellen. Blaue Rundumkennleuchten Blaue Rundumkennleuchten (so genanntes Blaulicht) weisen auf Einsatzfahrzeuge hin von: - Polizei, - Feuerwehr, - Rettungsdienst, - Katastrophenschutz, - Gas-, Elektro- oder Wasserversorgungsunternehmen. Blaues Blinklicht warnt ebenfalls vor Einsatz-, Unfall- und Gefahrenstellen; vor allem jedoch macht es zusammen mit dem Folgetonhorn, umgangssprachlich auch als Martinshorn bekannt, den Vorrang der Einsatzfahrzeuge deutlich, denen dann von den übrigen Verkehrsteilnehmern unverzüglich freie Bahn zu schaffen ist. Rote Rundumkennleuchten Rote Rundumkennleuchten sind in Deutschland und Österreich nicht erlaubt. Aber in manchen anderen Ländern dienen sie entweder allein oder in Kombination mit blauen zur Kennzeichnung von Einsatzfahrzeugen. In Österreich werden sie allerdings von der Feuerwehr verwendet, um die Einsatzleitung bei einem größeren Einsatz zu kennzeichnen. Das darf aber nur bei Stillstand des Einsatzleitfahrzeuges erfolgen. Grüne Rundumkennleuchten Auch grüne Rundumkennleuchten sind in Deutschland und Österreich nicht als Fahrzeugbeleuchtung erlaubt, dienen aber im Einsatz teilweise zur Kennzeichnung von Fahrzeugen und Örtlichkeiten.
Rüst- und Gerätewagen
üstwagen stellen die zur Ausführung technischer Hilfeleistung erforderlichen Geräte und fest eingebauten maschinellen Zugeinrichtungen bereit. z.B. Generatoren, Spreizer, Schneidgeräte, Winden, Motorkettensägen ... Ein Gerätewagen ist ein Feuerwehrfahrzeug, das zum Bereitstellen von Geräten für technische Hilfeleistung eingesetzt wird. Beispiel Gerätewagen - Gefahrgut GW-G Die Beladung umfaßt insbesondere Vollschutzkleidung, chemikalienbeständige Schläuche, Pumpen, Auffangbehälter sowie Messgeräte.
Rüstwagen
Ein Feuerwehrfahrzeug mit Allradantrieb, das zur Technischen Hilfeleistung eingesetzt wird. Fest eingebaut und vom Fahrzeugmotor angetrieben ist eine Zugeinrichtung mit maschinellem Antrieb. Der Rüstwagen hat eine feuerwehrtechnische Beladung und kann einen eingebauten oder angebauten Lichtmast und einen eingebauten Generator haben. Die Besatzung des RW besteht aus einem Trupp oder einer Staffel. Man unterscheidet heute gemäß aktueller Normung nicht mehr zwischen verschiedenen Typen von Rüstwagen. Die Rüstwagen können sich aber durch Beladungsmodule unterscheiden. Früher unterschied man RW1 , RW2 , RW3 und RW3-ST .
Unsere nächsten Termine
Sa, 27.07.2019
13:00 - 17:00
Übung Alarmmodul C
Hennstedt
Radio 112
Feuer1
Jens-Uwe Andersson