Technische Einsatzleitung Dithmarschen

Quecksilber
Quecksilber ist ein silberweisses, glänzendes, flüssiges Metall. Es hat einen metallischen Geschmack und ist geruchlos. Metallisches Quecksilber ist sehr giftig beim Einatmen der Dämpfe. Quecksilberdämpfe entstehen bereits bei Raumtemperatur in gefährlicher Konzentration und Menge. Wo immer es die Arbeit zuläßt, sollen Gefäße mit Quecksilber verschlossen sein bzw. es sollte in einem geschlossenen System gearbeitet werden. Die meisten anorganischen und organischen Quecksilberverbindungen sind sehr giftig beim Einatmen in Staubform, beim Berühren mit der ungeschützten Haut und beim Verschlucken. Es besteht die Gefahr kumulativer Wirkungen. Symtome: Metallgeschmack im Mund, Übelkeit, Erbrechen, Leibschmerzen, Husten, Atemnot, Fieber. Verhalten im Gefahrfall (Notruf 112) Verschüttetes Quecksilber zunächst unter Selbstschutz vollständig einsammeln (je nach Fläche und Menge mit Quecksilbersauger, Saugflasche, Quecksilberzange, engporigem Schwamm), dann Feinreinigung mit speziellem Absorptionsmittel (z.B. Mercurisorb) durchführen. Im kleineren Maßstab führt auch das Bestreuen mit Silber-, Kupfer- oder Zinkpulver (Amalgambildung!) bzw. das Bedecken mit einer ca. 10 mm dicken Schicht Iodkohle zum Erfolg. Feste Hg-Salze vorsichtig einsammeln, Lösungen mit Absorptionsmaterial aufnehmen. Ggf. Labor räumen.