Technische Einsatzleitung Dithmarschen

FF
Freiwillige Feuerwehr
FM
Feuerwehrmann, -frau
FMA
Feuerwehr-Anwärter
FP
Feuerlöschpumpe
Fahrzeuge
Buchstabe F Fahrzeuge: Zur Erfüllung Ihrer Aufgaben benötigt die Feuerwehr eine Vielzahl unterschiedlicher Fahrzeuge. Sie sind in der Regel genormt. Man unterteilt die Fahrzeuge in neun Gruppen: Einsatzleitwagen, Löschfahrzeuge, Hubrettungsfahrzeuge, Rüst- u. Gerätewagen, Schlauchwagen, Sonderlöschfahrzeuge, Rettungsfahrzeuge, Anhänger, Sonstige.
Farbanstrich für Feuerwehrfahrzeuge
Man unterscheidet Grund- und Deckanstrich. Folgende Farbanstriche werden üblicherweise verwendet: feuerwehrrot (RAL 3000, z.B. für die Fahrzeug-Außenhaut), leuchtrot (RAL 3024 ebenfalls für Fahrzeug-Außenhaut), ferner reinweiß (für Stoßfänger), schwefelgelb (für Schmierstellen), fehgrau (Fahrzeuginnenanstrich), tiefschwarz (Fahrgestell), mattschwarz (Fahrgestell) und silberfarben (aluminiumweiß) für Kotflügel.
Fehlalarm
bezeichnet eine falsche Alarmierung von Einsatzkräften. Oft werden Fehlalarme durch defekte Brandmeldeanlagen ausgelöst. Aber auch mutwilliges, falsches Alarmieren per Telefon oder Brandmelder kommt immer wieder vor. Dieser Missbrauch des Notrufes steht in Deutschland unter Strafe und kann erhebliche Bußgelder nach sich ziehen.
Fehlalarm
bezeichnet eine falsche Alarmierung von Einsatzkräften. Oft werden Fehlalarme durch defekte Brandmeldeanlagen ausgelöst. Aber auch mutwilliges, falsches Alarmieren per Telefon oder Brandmelder kommt immer wieder vor. Dieser Missbrauch des Notrufes steht in Deutschland unter Strafe und kann erhebliche Bußgelder nach sich ziehen.
Fehleinsatz
Das Ausrücken der Feuerwehr, obwohl keine Gefahr vorliegt bzw. vorlag oder keine sonstige Hilfeleistung durchzuführen ist bzw. war. Beispiel: Ausrücken infolge eines Fehlalarms. Ein Fehleinsatz kann aufgrund einer Meldung erfolgen, die in gutem Glauben oder böswillig oder durch einen technischen Defekt einer Brandmeldeanlage abgegeben wurde.
Fernmeldegeräte
Die Feuerwehr ist angewiesen auf Fernmeldemittel. Sie ermöglichen Alarmierung und Informierung der Feuerwehr. An der Einsatzstelle werden Funkgeräte zur Kommunikation der Einsatzkräfte untereinander eingesetzt.
Fettbrandlöscher
Fettbrandlöscher sind Feuerlöscher, die besonders gut zum Ablöschen von Fettbränden geeignet sind. Ihre Löschwirkung beruht in einer erstickenden Wirkung. Das Löschmittel trennt den brennbaren Stoff vom Sauerstoff ab und das Feuer erstickt. Zugleich kühlt das Löschmittel die brennende Flüssigkeit und vermindert die Gefahr einer Rückzündung. Fettbrandlöscher sind zum Einsatz in Küchen, Gaststätten, Kantinen und ähnlichen Einrichtungen gedacht, in denen mit Friteusen (Fondue) gearbeitet wird. Diese Brände sind mit herkömmlichen Feuerlöschern nur schwer zu bekämpfen. Beim Einsatz des falschen oder unsachgemäßen Einsatz des Löschmittels entstehen sogar große Gefahren [5.075 KB] .
Fettexplosion
Bezeichnung für eine Variante des Auswerfens brennbarer Flüssigkeiten aus einem Behälter mit nachfolgender Verpuffung. Ablauf: - einleiten von Wasser in einen Behälter, in dem Dämpfe einer über den Siedepunkt des Wassers (100 °C) erwärmten Flüssigkeit brennen. - schlagartige Bildung von Wasserdampf (1 Liter Wasser ergibt 1600 Liter Dampf). - Herausschleudern vieler Flüssigkeitströpfchen (Aufbereitung). - verstärkte Dampfbildung und explosionsartiger Brand der Dämpfe. - Erwärmung der Luft über dem Behälter mit Druckaufbau (etwa 0,01 bis 0,1 bar). Folge in Räumen: Zerstörung von Fensterscheiben, Türen und oft auch von Trennwänden. Beispiel: Löschen von brennendem Fett in Pfannen oder Friteusen mit Wasser. Gefahr der Fettexplosion besteht bei der Erwärmung von tierischen, pflanzlichen und synthetischen Fetten und Ölen sowie Stearin, Paraffin, Teer, Schweröl und Schmierstoffen.
Fettexplosion
Darunter versteht man einen Vorgang, der entsteht, wenn Wasser in über 100 °C erhitzte Fette und Öle gebracht wird. Die einsinkenden Wassertröpfchen verdampfen schlagartig und nehmen damit beträchtlich an Volumen zu (1700fache Volumenvergrößerung). Dadurch wird das heiße Fett/Öl explosionsartig ausgeworfen, wobei sich die feine Verteilung von Fett- und Öltröpfchen zünden kann und damit eine beträchtliche Gefahr für die Umgebung darstellt. Fett- und Ölbrände dürfen auf keinen Fall mit Wasser gelöscht werden, am besten deckt man sie mit einem feuchten Tuch oder mit einem Deckel ab.
Feuer
Feuer = Verbrennung.
Eine Verbrennung ist eine schnell ablaufende Oxidation mit Entwicklung von Hitze und Licht.
Feueralarmsignal
Ein Sirenensignal, mit dem die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr zu ihren Fahrzeugen im Feuerwehrhaus gerufen werden, um Einsatzbereitschaft herzustellen. Tonfolge im 12-Sekunden-Rhythmus: Ton-Pause-Ton-Pause-Ton.
Feuerfest
(auch: flammenfest), Bezeichnung für Stoffe (Werkstoffe), die insbesondere einen hohen Schmelzpunkt und große Beständigkeit bei Temperaturwechsel aufweisen. Feuerfeste Stoffe halten längere Zeit eine Temperatur von > 1500 °C ohne wesentliche Veränderungen ihrer Eigenschaften aus. Beispiele: Schamottesteine, Sintermagnesia.
Feuergefährlich
Sammelbegriff zur Kennzeichnung von Stoffen, von denen Brandgefahr oder Explosionsgefahr ausgehen, z.B. von brennbaren Stäuben, Flüssigkeiten und Gasen. Beurteilungskriterien für die Feuergefährlichkeit sind z.B. Brennbarkeit, Zündtemperatur, Flammpunkt und Explosionsbereich.
Feuerlöschanlage
Eine ortsfest installierte Einrichtung zum Löschen von Bränden. Dazu zählen: * Sprinkleranlagen, * Sprühwasser-Löschanlagen, * Wasservernebelungsanlagen, * Schaumlöschanlagen, * Pulverlöschanlagen, * Argon-Löschanlagen, * Inergen-Löschanlagen, * Kohlendioxid-Löschanlagen, * Stickstoff-Löschanlagen. Zu den Feuerlöschanlagen zählen auch die Kleinlöschanlagen mit dem Löschmittel Argon oder Kohlendioxid. Eine Feuerlöschanlage besteht aus der Bevorratung des Löschmittels (Tank oder Stahlflasche), den fest verlegten Rohrleitungen und den Löschdüsen. Die Anlage wird über eine Auslöseeinrichtung aktiviert und gibt das bevorratete Löschmittel frei.
Feuerlöscher
- tragbarer (kurz: Löscher); betriebsbereites Feuerlöschgerät (nach EN 3 Teil 1, siehe Tabelle}; tragbare Feuerlöscher sind Löscher, die - getragen und von Hand bedient werden können, - im betriebsbereiten Zustand maximal 20kg wiegen dürfen, - bei denen das Löschmittel durch Innendruck ausgestoßen und über einen Auswurfschlauch oder Düse auf den Brandherd gerichtet werden kann. Der Innendruck kann entstehen durch Freigeben eines Treibgases (durch Betätigen der Auslöseeinrichtung), z.B. beim Aufladelöscher. Beim Dauerdrucklöscher sind Treibgas und Löschmittel in einem Behälter gespeichert. Die Auslösung erfolgt (meist) über die Hebelarmatur. Beim Gaslöscher ist das Löschmittel Kohlendioxid zugleich Treibgas. Tragbare Feuerlöscher werden entsprechend einer Verwaltungsvereinbarung zwischen den Bundesländern durch die amtliche Prüfstelle beim Institut der Feuerwehr (früher: Landesfeuerwehrschule Nordrhein-Westfalen, Münster) oder durch die amtliche Prüfstelle für Feuerlöschmittel Freiberg (in Sachsen) geprüft, anerkannt und zugelassen. Tragbare Feuerlöscher sind EG-einheitlich in der EURO-Norm EN 3 festgelegt. Zu den tragbaren Feuerlöschern zählen: * Pulverlöscher, * Kohlendioxidlöscher, * Fettbrandlöscher, * Schaumlöscher und * Wasserlöscher Tabelle tragbarer Feuerloescher Man unterscheidet Feuerlöscher nach ihrer: 1. Funktionsart (Aufladelöscher, Dauerdrucklöscher und Gaslöscher) 2. Bauart, nämlich nach 2.1 Löschmittel, das sind Pulver (Löschpulver), Wasser, Schaum und Kohlendioxid, 2.2 Füllmenge, bei Pulver: Löscher mit 1, 2, 3, 4, 6, 9 und 12 kg, bei Kohlendioxid: Löscher mit 2 und 5 kg, bei Wasser: Löscher mit 6 und 9 kg, bei Schaum: Löscher mit 2, 3, 6 und 9 kg; 2.3 Treibgas: Stickstoff bei Dauerdrucklöscher, Kohlendioxid bei Aufladelöscher; 3. Zuordnung zur Brandklasse: Die Eignung für die jeweilige Brandklasse (A, B, C, D oder F) wird durch Buchstaben und Symbole grundsätzlich auf jedem Feuerlöscher angezeigt. Ebenfalls muss das Löschvermögen in Buchstaben und Zahlenkombinationen auf jedem Löscher angebracht sein. Schläuche und Anschlussteile müssen, ebenso wie der Feuerlöscher, im ganzen Funktionstemperaturbereich (i.d.R. -20 bis +60 °C) funktionssicher sein. Durch ein Abstellventil muss die Freigabe des Löschmittels aus dem Löschmittelbehälter jederzeit unterbrochen werden können. Beschriftungsbild eines tragbaren Feuerlöschers Die Farbe des Feuerlöschers ist rot (RAL3000) mit weißer Beschriftung. Der Löscher muss so gebaut sein, dass sich Personen daran nicht verletzen können, d.h. er darf z.B. keine scharfkantigen Teile haben. Tragbare Feuerlöscher sind geeignet zur Bekämpfung von Entstehungsbränden. Sie werden im privaten Bereich (Haus) und bei der Industrie sowie in Behörden, Schulen, Altenheimen, Krankenhäusern und Hotels eingesetzt. Tragbare Feuerlöscher werden oft umgangsprachlich „Handfeuerlöscher" genannt. Die Wartung und Überprüfung des Löschers sollte spätestens in einem Zeitraum von 2 Jahren und nur von einem Sachkundigen durchgeführt werden. Wartung und Prüfung wird durch einen Instandhaltungsnachweis mit Jahresprüfplakette auf dem Feuerlöscher aufgeklebt und da mit die erfolgte Prüfung dokumentiert. Kübelspritzen und Einstellspritzen sind Kleinlöschgeräte, zählen aber nach EN 3 nicht zu den tragbaren Feuerlöschern: - fahrbarer: Feuerlöscher mit einem Gewicht von mehr als 20 kg, der für den manuellen Transport, z.B. in einer Lagerhalle, und die Bedienung durch eine Person ausgelegt ist. Einsatzorte: überall dort, wo der Einsatz einer ausreichenden Anzahl von tragbaren Feuerlöschern Schwierigkeiten bereitet, weil nicht genügend Personal verfügbar ist. Einsatzgebiete: Lagerhallen, Produktionsabteilungen. Je nach Bauart ist der fahrbare Feuerlöscher auf ein Rahmengestell mit zwei, drei oder vier Rädern und einer Griffstange montiert. Unter Berücksichtigung der Füllgrenze (< 50 kg) ist es zulässig, zwei Feuerlöscher zu einer fahrbaren Einheit zu kombinieren. Beispiel: K10/6 = fahrbarer Kohlendioxidlöscher mit zwei Kohlendioxid-Flaschen mit je 5 kg Kohlendioxid und einem 6 Meter langen Hochdruckschlauch sowie einem Schneerohr, auf ein Rahmengestell mit zwei Rädern montiert. Bei fahrbaren Feuerlöschern unterscheidet man Pulverlöscher, Wasserlöscher, Schaumlöscherund Kohlendioxidlöscher. Bezüglich Wartung, Prüfung und Instandhaltung sind die Vorschriften für tragbare Feuerlöscher anzuwenden, zusätzlich § 32 Druckbehälterverordnung mit zugehörigen Technischen Regeln TR B 502.
Feuerlöschkreiselpumpe
Eine Pumpe, die zur Förderung von Löschwasser dient. Sie ist in Löschfahrzeugen (LF, TLF) und Tragkraftspritzen eingebaut. Innerhalb des Pumpengehäuses befinden sich das feste Leitrad und das bewegliche Laufrad. Diese Kombination wird als Stufe bezeichnet, wobei ein- und zweistufige Pumpen gebaut werden. Das einströmende Wasser wird von den Schaufeln des Laufrades erfasst und nach außen geschleudert, dabei werden Druck und Geschwindigkeit erhöht und das Wasser kann die notwenige Strecke und Höhe überwinden. Dem Kurzzeichen FP werden Zahlen angehängt, welche die Nennförderleistung angeben. Die erste Zahl mit dem Faktor Hundert multipliziert ergibt den Nennförderstrom in l/min. Die zweite Zahl gibt den Nennförderdruck an: FP 16/8 = Feuerlöschkreiselpumpe mit 1600 l/min Nennförderstrom bei 8 bar Nennförderdruck.
Feuermelder
Es gibt mehrere Arten von Feuermeldern, die allerdings alle gleich aussehen: ein roter Kasten, ca 10 x 10 cm, mit einer Einschlagscheibe und einem Druckknopf. Der Unterschied ist die Alarmierungsart. Nach dem Drücken des Knopfes wird bei Meldern in großen Gebäuden die Brandmeldezentrale des Gebäudes alarmiert, die dann von sich aus die Feuerwehr ruft. Bei sonstigen Meldern werden entweder Signale an die Leitstelle gesandt, die daraufhin die Alarmierung durchführt oder direkt eine Sirene kurzgeschlossen - Allerdings weiß dann die Leitstelle oder irgendjemand anderes nicht, welcher Melder aktiviert wurde. Darum ist letzterer ein sehr seltener Kamerad. Es ist daher immer vorteilhafter, die Melder, die irgendwo (nicht in Gebäudekomplexen) hängen, zu ignorieren, und per Mobiltelefon Hilfe zu rufen - als Notnagel können sie aber immer noch etwas helfen. Auch in Gebäuden sollte sich immer jemand zu Brandmeldezentrale/Verwaltung/irgendein Büro begeben, um Nähere Angaben zu machen - einfach nur 'FEUER!' hilft wenig.
Feuerwehr
(Fw), Eine gemeinnützige, der Nächstenhilfe dienende Einrichtung. Aufgaben: Hilft bei Schadenfeuer, öffentlichen Naturereignissen und anderen Unglücksfällen, bei lebensbedrohlichen Lagen für Menschen und Tiere, bei Notlagen für Straßen-, Schienen-, Luft- und Wasserfahrzeuge. Sie wirkt bei Maßnahmen der Brandverhütung, z.B. Feuersicherheitswachen, Brandsicherheitsschauen und bei der Erstellung brandschutztechnischer Stellungnahmen mit. Man unterscheidet: * Gemeindefeuerwehren, * Werkfeuerwehren und * Betriebsfeuerwehren. Gemeindefeuerwehren sind eine Einrichtung der Gemeinde. Gemäß Feuerwehrgesetz muss jede Gemeinde eine Fw aufstellen und unterhalten. Die Gemeindefeuerwehr besteht aus der aktiven Abteilung, die als Berufsfeuerwehr oder als Freiwillige Feuerwehr organisiert ist. Sie kann außerdem eine Jugendfeuerwehr, eine Altersabteilung und einen Musikzug besitzen. Die ersten Feuerwehren wurden in der Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet. Betriebsfeuerwehren und Werkfeuerwehren sind Feuerwehren eines Betriebes zu deren eigenem Schutz.
Feuerwehr
st eine Organisation mit Einrichtungen zur Abwehr von Gefahren für Leben, Gesundheit und Sachen durch Brände, Explosionen, Naturereignisse, Unfälle und ähnliche Ereignisse. Daneben kann sie noch andere Aufgaben wahrnehmen, insbesondere die des vorbeugenden Brandschutzes. Die Feuerwehren gliedern sich in Freiwillige Feuerwehren, Berufsfeuerwehren und Werkfeuerwehren.Die Ausbildungsinhalte sind in den Feuerwehrdienstvorschrift 2 (FwDV 2) bundeseinheitlich festgeschrieben und für Freiwillige Feuerwehren, Pflichtfeuerwehren, Werkfeuerwehren und Berufsfeuerwehren inhaltlich gleich. Für letztere können jedoch weitergehende länderspezifische Vorgaben existieren. Generell sind die Vorgaben der FwDV 2 nur als Minimalanforderungen zu betrachten. Während die Grundausbildung meist in der Feuerwehr selbst durchgeführt wird, werden Weiterbildung und Spezialausbildungen in Landesfeuerwehrschulen durchgeführt, da hier auch die Infrastruktur einfacher und kostengünstiger herzustellen ist. So können Schüler auch mit Geräten arbeiten und üben, die in der eigenen Wehr nicht vorhanden sind.[1] Die Jugendfeuerwehr führt Kinder und Jugendliche an die Themenbereiche heran. Lehrgänge [Bearbeiten] Die Ausbildung bei den Feuerwehren in Deutschland gliedert sich in drei Teile: 1. die dreiteilige Truppausbildung, die von jedem Feuerwehrmitglied zu durchlaufen ist, besteht aus Truppmannlehrgang (auch Grundausbildung genannt), der darauf aufbauenden Truppmann-2-Ausbildung sowie dem abschließenden Truppführerlehrgang. 2. die technische Ausbildung beinhaltet zusätzliche allgemeine Ausbildungen wie z. B.: Sprechfunker, Atemschutzgeräteträger und Maschinist oder Sonderausbildungen wie das Verhalten bei Gefahrguteinsätzen. 3. die Führungsausbildung bildet Führungskräfte wie Gruppenführer und Zugführer (Feuerwehr) aus oder bildet sie für besondere Einsätze (z. B.: Gefahrguteinsätze) fort. Auch die Ausbildung zum Ausbilder gehört zu den Führungslehrgängen.[1] Für jeden Lehrgang existieren Mindestvorraussetzungen, so kann ein Gruppenführerlehrgang nur als Truppführer besucht werden, ein Zugführer nur wenn man bereits Gruppenführer ist. Ausbildungsorte und -weisen [Bearbeiten] Die Ausbildung der Feuerwehr kann in verschiedenen Formen stattfinden. Auf Ebene der Freiwilligen Feuerwehr finden regelmäßige theoretische und praktische Übungen statt, die das Wissen des Feuerwehrmitglied nach der Truppausbildung erhalten und erweitern sollen. Mindestens 40 Stunden muss sich jeder Feuerwehrangehörige im Jahr fortbilden, je nach Ausbildungsstand erhöht sich diese Zahl. Die Truppausbildung selbst wird in der Regel auf Kreisebene durchgeführt. Hier können auch bereits die Lehrgänge Atemschutzgeräteträger, Sprechfunker und Maschinist angesiedelt sein. In Städten mit Berufsfeuerwehr kann auch die erste Führungsausbildung (Gruppenführer) noch auf Kreisebene stattfinden. Die Landesfeuerwehrschulen bietet grundsätzlich alle Lehrgänge an, setzt den Schwerpunkt jedoch auf den Teil der technischen Ausbildung, die nicht oder nur wenig auf kreisebene durchgeführt wird, sowie auf die Führungsausbildung. Die Ausbildung findet in Form von Standortausbildung, Lehrgängen sowie Seminaren statt. Dabei handelt es sich nur selten um reinen Frontalunterricht, da die Thematik eine praktische Ausbildung erfordert. Wehrersatzdienst [Bearbeiten] In Deutschland ist es auch möglich sich beim Zivil- oder Katastrophenschutz verpflichten zu lassen und so vom Wehrdienst befreit zu werden.[2] Dieser Wehrersatzdienst kann bei der Freiwilligen Feuerwehr abgeleistet werden.
Feuerwehranhänger
Ein nicht selbstfahrendes Feuerwehrfahrzeug mit einer Feuerwehrtechnischen Beladung oder mit einem feuerwehrtechnischen Aufbau, das an ein Feuerwehrfahrzeug angehängt und von diesem zur Einsatzstelle gezogen wird. Beispiele: - FwA-Lichtmast, - FwA-Ölbeseitigung, - FwA-Pulverlöschgerät, - FwA-Rettungsboot, - FwA-Schaum-Wasserwerfer, - FwA-Versorgung. Beim Betrieb eines FwA ist die zulässige Anhängelast des Zugfahrzeugs zu beachten.
Feuerwehrausbildung
Die Feuerwehrausbildung ist die spezifische Wissensgrundlage eines jeden Feuerwehrmitgliedes. Die Zunahme der Feuerwehraufgaben durch die fortschreitende Technisierung, ein immer größer werdendes Verkehrsaufkommen zu Land, in der Luft und auf dem Wasser, die Häufung von Gefahrenpotentialen in den Produktionen und Großlagern sowie die Naturkatastrophen erfordern geeignete Geräte und moderne Fahrzeuge zur raschen und zielführenden Einsatzbewältigung. Gleichzeitig werden höhere Anforderungen an die Mannschaften und Führungskräfte gestellt, da die Einsatzarbeit bei Bränden gefährlicher wird und die Zahl an vielfältigen technischen Einsätzen sowie Gefahrguteinsätzen steigt.
Feuerwehrbedienfeld
Ist eine Zusatzeinrichtung für Brandmeldeanlagen. Die genormten Anzeige- und Bedienelemente ermöglichen es dem Einsatzpersonal der Feuerwehr, Anlagenzustände zu erkennen und Bedienvorgänge durchzuführen. So kann nach Auslösung einer Brandmeldung das akustische Signal abgestellt, die Übertragungseinrichtung zur Feuerwehr oder Leitstelle geprüft und abgeschaltet werden. Zum Feuerwehrbedienfeld haben nur die Einsatzkräfte der Feuerwehr Zugang.
Feuerwehrbeil
Ein Beil nach DIN 14924 für den Feuerwehreinsatz. Es wird in einer Schutztasche am Feuerwehrsicherheitsgurt getragen. Die Hebelschneide ist so ausgebildet, dass sie in den Verschlussmechanismus der Pfosten in Zufahrtswegen passt und so der Anfahrtsweg zu Gebäuden freigemacht werden kann. Das Feuerwehrbeil hat auf der einen Seite die Beilschneide und auf der anderen eine meißelförmige Ausbildung (die so genannte Hebelschneide), um damit Fenster und Türen einschlagen zu können, um so bei Bedarf den Rettungs bzw. Angriffsweg freizulegen. Es besteht aus Qualitätsstahl C 45 und ist mit einem Handschutz aus Kunststoff versehen.
Feuerwehrdienst
Feuerwehrdienst - dienstliche Tätigkeiten der Feuerwehrangehörigen, insbesondere bei Ausbildung, Übung und Einsatz GUV-V C 53 (bisher GUV 7.13)CH Das der Einsatz zum Feuerwehrdienst gehört, ist in der Regel allen klar. Doch auch Übungen und Ausbildung haben einen sehr hohen Stellenwert. Insbesondere zur Aus- und Fortbildung hat das Verwaltungsgericht in Köln sich einmal näher ausgelassen: "Die Feuerwehr kann ihren Aufgaben nur gerecht werden, wenn sie die geforderte Leistungsfähigkeit (§ 1 FSHG) aufweist. Dazu gehört notwendig eine ständige Aus- und Fortbildung der Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr, wie sie in einem Ausbildungsplan festgelegt wird. Durch einen solchen Plan kann nur dann ein möglichst optimaler Ausbildungsstand eines Löschzuges gewährleistet werden, wenn alle Angehörigen dieses Zuges regelmäßig und gewissenhaft an den Unterrichtsveranstaltungen und der praktischen Ausbildung teilnehmen. Hieraus folgt die Verpflichtung eines jeden einzelnen Feuerwehrangehörigen, an den Unterrichtsveranstaltungen und der praktischen Ausbil-dung regelmäßig und gewissenhaft teilzunehmen."
Feuerwehrdienstanzug
Nach den Richtlinien des jeweiligen Bundeslandes festgelegte Kleidungsstücke zur Ausrüstung der Feuerwehrangehörigen. Der Feuerwehr-Dienstanzug besteht aus der Diensthose und Dienstjacke. Er muss den im Einsatz auftretenden Beanspruchungen hinreichend Widerstand leisten, sodass der Feuerwehrangehörige vor der Einwirkung auftretender Gefahren geschützt ist. Dies sind insbesondere Wärme, Nässe und die Gefahr des Übersehenwerdens. Außerdem soll der Feuerwehr-Dienstanzug erkennen lassen, welchen Dienstgrad bzw. welche Funktion der Träger im Einsatz bekleidet (Anbringen von Dienstgrad- und Funktionsabzeichen).
Feuerwehrdienstvorschrift
Zweck der Feuerwehrdienstvorschriften (FwDV) sind - einheitliche Ausbildung - klare Gliederung der Mannschaften - zweckmäßige Aufgabenverteilung - Entwicklungsgrundsätze aufstellen (Anpassen an den Stand der Technik) FwDV 1/1 Grundtätigkeiten - Rettungs- & Löscheinsatz - FwDV 1/2 Grundtätigkeiten - Technische Hilfeleistung - FwDV 2 Ausbildung der freiwilligen Feuerwehren FwDV 3 Einheiten im Löscheinsatz FwDV 7 Atemschutz FwDV 8 Tauchen FwDV 10 Die tragbaren Leitern FwDV 13/1 Die Gruppe im technischen Hilfeleistungseinsatz FwDV 100 Führung und Leitung im Einsatz FwDV 500 Einheiten im ABC-Einsatz PDV/DV 810.3 Sprechfunkdienst
Feuerwehrdienstvorschrift
Regeln die Ausbildung und Einsatztätigkeit der Feuerwehren. FwDV werden von der Projektgruppe „Feuerwehr-Dienstvorschriften" im Auftrag des AFKzV erarbeitet und von diesem beschlossen und den Ländern zur Einführung empfohlen. Verbindlich werden FwDV, wenn die Bundesländer diese z.B. als Verwaltungsvorschrift eingeführt haben. Derzeit (Stand Mai 2005) sind folgende Feuerwehr-Dienstvorschriften verabschiedet: - FwDV 1/1: Grundtätigkeiten - Löscheinsatz und Rettung, - FwDV 1/2: Grundtätigkeiten - Technische Hilfeleistung und Rettung, - FwDV 2: Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehren, - FwDV 3: Die Staffel im Löscheinsatz, - FwDV 4: Die Gruppe im Löscheinsatz, - FwDV 5: Der Zug im Löscheinsatz, - FwDV 7: Atemschutz - FwDV 8: Tauchen, - FwDV 10: Die tragbaren Leitern, - FwDV 13/1: Die Gruppe im technischen Hilfeleistungseinsatz, - FwDV 100: Führung und Leitung im Einsatz-Führungssystem, - FwDV 500: Einheiten im ABC-Einsatz, - PDV/DV 810.3: Sprechfunkdienst.
Feuerwehrfahrzeuge
Für den Einsatz der Feuerwehr besonders gestaltete Kraftfahrzeuge oder Anhängefahrzeuge für Kraftfahrzeuge, die - zur Aufnahme einer Besatzung und/oder - zur Aufnahme einer feuerwehrtechnischen Beladung und - zur Aufnahme von Lösch- und sonstigen Einsatzmitteln eingerichtet sind; Arten: Einsatzleitwagen, Löschfahrzeuge, Hubrettungsfahrzeuge, Drehleitern mit Handantrieb, Rüstwagen, Gerätewagen, Schlauchwagen, Sonderlöschmittelfahrzeuge, Rettungsfahrzeuge, Feuerwehranhänger und Sonstige Fahrzeuge der Feuerwehr, z.B. Vorausrüstwagen, Vorausgerätewagen, Feuerwehrkrane und Spezialfahrzeuge, z.B. für Tauchereinsatz. Zu den Feuerwehrfahrzeugen zählen auch Feuerwehrboote.
Feuerwehrfahrzeuge
Für den Einsatz der Feuerwehr werden besonders ausgestattete Kraftfahrzeuge oder Anhängefahrzeuge benutzt. Dazu gehören: * Einsatzleitwagen * Löschfahrzeuge * Hubrettungsfahrzeuge * Drehleitern mit Handbetrieb * Rüstwagen * Gerätewagen * Schlauchwagen * Rettungsfahrzeuge * Feuerwehr-Anhänger * Spezialfahrzeuge für Taucheinsätze * Feuerwehrboote
Feuerwehrhelm
(mit Nackenschutz); Ein Schutzhelm, der speziell für den Einsatz der Feuerwehr gestaltet ist. Es gibt drei Helmgrößen. Der Helm bestand früher aus einer Aluminiumlegierung; heute besteht er i.d.R. aus einem schlagfesten Kunststoff und einer Innenschale zum Einstellen auf die Kopfgröße. Es gibt Halbschalen-helme und Helme, die auch die Ohren und den Nackenbereich abdecken. Bei neueren Helmkonstruktionen hat der Helm zwei Anschlusspunkte für die Atemschutzmaske (Helm-/Maskenkombination).
Feuerwehrleitstelle
Feuerwehrnotruf 112
Europaweite Notrufnummer, die vorwahlfrei und gebührenfrei ist. Mit ihr kann eine direkte und schnelle Verbindung zur Leitstelle hergestellt werden. Diese alarmiert nach Abfrage des Anrufers die Einsatzkräfte.
Feuerwehrschlauch
Ein Feuerwehrschlauch ist ein essentieller Ausrüstungsgegenstand der Feuerwehr und hat die Aufgabe, das Löschmittel Wasser oder Wasser/Schaum-Gemische über Wegstrecken zu fördern. Die Schläuche lassen sich grob in zwei Typen unterscheiden: Schläuche, durch die eine Flüssigkeit gesaugt werden kann (Saugschläuche) und Schläuche, die unter Druck Wasser weiterleiten (Druckschläuche). In Europa hat sich zum Verbinden der Schläuche die Knaggenkupplung, auch Storz-Kupplung genannt, durchgesetzt. Diese Kupplung ist hermaphrodit, das heißt es gibt im Gegensatz zu der in den USA üblichen Gewindekupplung keine verschiedenen Feuerwehrkupplungen an den Enden der Schläuche. Von diesen Feuerwehrkupplungen leitet sich auch die Größenbenennung (A,B,C,D) ab. Ein Schlauch mit zB. der Bezeichnung Druckschlauch C-42-15 bezeichnet einen Schlauch mit mit Storz-Druckkuplungen der Größe C, Innendurchmesser 42mm und einer Länge von 15m.
Feuerwehrschule
Eine Feuerwehrschule dient der Ausbildung von Feuerwehrangehörigen überregional. Während die Grundausbildung meist in der Feuerwehr selbst durchgeführt wird, werden Weiterbildung und Spezialausbildungen zusammengefasst in Schulen durchgeführt, da hier auch die Infrastruktur einfacher und kostengünstiger herzustellen ist. Man kann auch mit Geräten arbeiten und üben, die in der eigenen Wehr nicht vorhanden sind. Außerdem wird die Kameradschaft mit anderen Feuerwehrkameraden gepflegt.
Feuerwehrseelsorge
Begleitung und Nachbereitung für psychisch belastende Einsätze.
Feuerwehrsignet
Ist das Logo für die Feuerwehr in Form eines Kreises, der in vier Segmente eingeteilt ist. Jedes Segment stellt sinnbildlich eine der Tätigkeiten der Feuerwehr dar: Ein löschender Feuerwehrmann für die Brandbekämpfung, ein Feuerwehrmann mit Kranhaken für die Technische Hilfeleistung, ein Feuerwehrmann im Schlauchboot für den Katastrophenschutz und ein Feuerwehrmann mit Krankentrage für den Rettungseinsatz. Feuerwehrsignet Das Signet ist als Warenzeichen des Versandhauses des Deutschen Feuerwehrverbandes beim Deutschen Patentamt eingetragen.
Feuerwehrsignet
Feuerwehr-Signet (sprich: sig-nee) ist das grafische Zeichen für „Feuerwehr" in Form eines in vier Segmente unterteilten Kreises. In jedem Kreissegment ist eine Tätigkeit der Feuerwehr sinnbildlich dargestellt: Ein löschender Feuerwehrmann (Brandbekämpfung), ein Feuerwehrmann mit Kranhaken (Technische Hilfeleistung), ein Feuerwehrmann im Schlauchboot (Katastrophenschutz) und ein Feuerwehrmann mit Krankentrage (Rettungsdienst). Das Signet wurde 1973 geschaffen und ist unter der Nr. 979840 für das Versandhaus des Deutschen Feuerwehrverbandes beim Deutschen Patentamt als Warenzeichen eingetragen.
Feuerwehrstiefel
Ein Sicherheitsstiefel für die Feuerwehr nach DIN 345-2. Seine besonderen Merkmale sind: - Riffelung im Fersenbereich der Sohle, um beim Leitersteigen einen besseren Halt zu haben, - Anziehschlaufe, um den Stiefel schnell und sicher anziehen zu können, - die Sohle ist auf eine Kontakttemperatur von 250 °C ausgelegt.
Feuerwehrtechnische Beladung
Geräte der feuerwehrtechnischen Ausstattung von Feuerwehrfahrzeugen, bestehend aus folgenden Gerätegruppen: - Schutzkleidung und Schutzgerät, - Löschgerät, - Schläuche, Armaturen und Zubehör, - Rettungsgerät, - Sanitäts- und Wiederbelebungsgerät, - Beleuchtungs-, Signal-und Fernmeldegerät, - Arbeitsgerät, - Handwerkzeug und Messgerät, - Sondergerät, z.B. Gerätesatz-Öl. Aus diesen Gerätegruppen werden Geräte zusammengestellt für die Standardbeladung und die Zusatzbeladung.
Feuerwehrtechnischer Dienst
Laufbahnbezeichnung für Feuerwehrangehörige mit Beamtenstatus; Man unterscheidet drei Laufbahngruppen: - mittlerer, - gehobener und - höherer feuerwehrtechnischer Dienst. Beamte des feuerwehrtechnischen Dienstes gibt es bei Berufsfeuerwehren, bei Landesdienststellen (z.B. Ministerien und Landesfeuerwehrschulen) und teilweise auch bei Freiwilligen Feuerwehren mit hauptamtlichen Kräften.
Feuerwehrzufahrt
Eine befestigte Fläche auf einem Grundstück, die mit der öffentlichen Verkehrsfläche direkt in Verbindung steht und zum Erreichen von Aufstell- und Bewegungsflächen für Feuerwehrfahrzeuge dient (DIN 14011 Teil 5). Feuerwehrzufahrten können nach den Landesbauordnungen und Sonderbauverordnungen der Länder gefordert werden, wenn der Zugang eines Gebäudes mehr als 50 m vom öffentlichen Straßenrand entfernt liegt. Sie müssen mindestens 3 m breit sein, Durchfahrten mindestens 3,50 m hoch. Kurven in Feuerwehrzufahrten müssen einen Außenradius von mindestens 10,50 m haben. Vor und hinter der Kurve ist ein 11 m langer Übergangsbereich anzuordnen;
Feuerwehrärzte
Feuerwehrärzte haben die Approbation zum Mediziner, gelegentlich auch die Ausbildung zum Feuerwehrmann.
Finimeter
Als Finimeter wird ein Manometer bezeichnet, welches dem Gerätetaucher oder dem Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr den Druck in seiner Pressluftflasche anzeigt. Es wird am Hochdruckausgang seiner ersten Stufe angeschlossen. Der Druck wird in eine spiralförmig nach innen aufgewickelte Burdonröhre geleitet, die sich dadurch ausdehnt. Am Ende befindet sich an einer Achse ein Zeiger. An der Spitze des Zeigers kann der der Druck auf einer Skala abgelesen werden. Bei einigen Finimetern setzt man zur Verstärkung/Übersetzung zwei Zahnräder ein. Das Funktionsprinzip kann man sich an einem Gartenschlauch verdeutlichen: Der Schlauch liegt aufgerollt im Gras und das Ende ist verschlossen. Wenn man den Hahn aufdreht streckt sich der Schlauch durch den Druck.
Flamme
Eine Flamme ist der Bereich brennender oder anderweitig exotherm reagierender Gase und Dämpfe, von dem sichtbare Strahlung ausgeht. Je nach Bildungsort des explosionsfähigen Brennstoff/Luftgemisches unterscheidet man vorgemischte Flammen und Diffusionsflammen. Bei der vorgemischten Flamme vollzieht sich die Durchmischung des Brennstoffes mit der Verbrennungsluft vor dem Zünden, so daß die Verbrennungsintensität maximal ist (z.B. Lötlampe, Bunsenbrenner). Bei der Diffusionsflamme tritt die Verbrennungsluft erst vom Rand der Verbrennungszone in die Flamme ein und vermischt sich aufgrund der Diffusion mit dem Brennstoff (z.B. Kerzenflamme).
Flamme
Flamme ist der Bereich brennender oder anderweitig exotherm reagierender Gase oder Dämpfe, von dem sichtbare Strahlung ausgeht (DIN 14011 Teil 1). Flammen unterscheidet man: 1. Nach dem Ort, an dem das Oxidationsmittelzutritt in: - vorgemischte Flamme (kinetische Flamme): Oxidationsmittel (meist Luft) und Brennstoff dämpfe werden vor dem Entzünden zu einem homogenen Gemisch zusammengeführt. Temperatur beim Beispiel einer Schweißflamme etwa 3000 °C. - Diffusionsflamme: die Vermischung des Oxidationsmittels mit den zersetzten Brennstoff dämpfen tritt an der Grenzfläche zur Glühzone durch Diffusion ein. Temperatur beim Beispiel einer Kerzenflamme etwa 900 °C. 2. Nach der Strömungsgeschwindigkeit der Gase in der Flamme in: - laminare Flamme (laminar = gleichmäßig), Gasstrom in der Flamme mit einheitlich gerichteter Bewegung und ohne Turbulenz (Verwirbelung) der Zonen; - turbulente Flamme (turbulent = „unruhig", verwirbelt): Der Gasstrom in der Flamme bewegt sich ungerichtet und mit unterschiedlicher Strömungsgeschwindigkeit, unter Druckschwankungen und Verwirbelung der Flammenzonen.
Flammenpunktmessung
Flammpunktmessung [Bearbeiten] Der Flammpunkt ist ausschlaggebend bei der Einstufung und Klassifizierung als Gefahrstoff bzw. nach BetrSichV. Es gibt verschiedene standardisierte Apparaturen, um den Flammpunkt einer Flüssigkeit zu bestimmen: * Methode nach Pensky-Martens (> 50 °C; DIN 51758, EN 22719, aktuell Standardapparatur) * Methode nach Abel-Pensky (< 50 °C; DIN 51755, geschlossener Tiegel = c.c. closed cup) * Methode nach Cleveland (DIN 51376, offener Tiegel = open cup) * Methode nach Marcusson (DIN 51584, offener Tiegel, veraltete Methode von 1959) Generell liefern closed cup-Methoden niedrigere Flammpunkte als die veralteten open cup-Methoden. Letztere dienten in Abwandlungen zur Bestimmung des heute nicht mehr gebräuchlichen Brennpunkts. Gemische brennbarer Stoffe [Bearbeiten] In Gemischen bestimmt der Dampfdruck der am niedrigsten siedenden Substanz den Flammpunkt des Gemischs. * Dem Ottokraftstoff (Benzin) sind neuerdings leichtsiedende Ether (Methyl-tert-butylether, Ethyl-tert-butylether) beigemischt, die nicht nur den Flammpunkt, sondern auch die Zündtemperatur des Kohlenwasserstoff-Gemischs senken. * Hefeweizenbier (= 5 Vol% Ethanol in „unbrennbarem“ Wasser) ergab bei Messung einen Flammpunkt von 81 °C; d. h. 5 %iges Ethanol entwickelt erst bei 81 °C die zur Zündung notwendige Konzentration an brennbaren Dämpfen von 3,5 % (=UEG). Dies ließe sich mit dem Raoultschen Gesetz über die Partialdampfdrücke von Wasser und Ethanol auch recht gut nachrechnen. Beispiele [Bearbeiten] 1,0 Vol-% = 10.000 ppm Substanz Sicherheits- datenblatt Siedepunkt [°C] Flammpunkt untere Explosions- grenze obere Explosions- grenze Zünd temperatur entspr. = 100 Vol-% [°C] Vol.-% Vol.-% [°C] Wasserstoff [1] -253 … 4 77 465 Methan (Erdgas) [2] -162 … 4,4 16,5 595 Acetylen [3] -84 … 2,3 82 305 Propan [4] -42 … 1,7 10,9 470 Butan [5] 0 … 1,4 9,3 365 Acetaldehyd [6] +20 -30 4 57 155 n-Pentan [7] +36 -35 1,4 8,0 285 Diethylether [8] +36 -40 1,7 36 160 Schwefelkohlenstoff [9] +46 -30 1,0 60 102 Propionaldehyd [10] +47 -40 2,3 21 175 Methyl-tert-butylether [11] +55 -28 1,6 8,4 460 Aceton [12] +56 -18 2,1 13 540 Methanol [13] +65 +11 5,5 37 455 n-Hexan [14] +69 -22 1,0 8,1 240 Ethyl-tert-butylether +71 -19 1,2 7,7 … Ethanol (Brennspiritus) [15] +78 +13 3,5 15 425 Isopropanol [16] +82 +12 2 12 425 Ethylenglycoldimethylether [17] 84-86 -6 1,6 10,4 200 n-Heptan [18] +98 -4 1,0 7 215 = ROZ=0 Isooctan, 2,2,4-Trimethylpentan [19] +99 -12 1,0 6 410 = ROZ=100 1,4-Dioxan [20] +101 +11 1,7 25 300 1-Butanol [21] +117 +34 1,4 11,3 340 Propylenglycol-monomethylether [22] 119-122 +32 1,7 11,5 270 n-Octan [23] +126 +12 0,8 6,5 210 Diethylenglycol-dimethylether [24] 155-165 +51 1,4 17,4 190 Dipropylenglycol-dimethylether [25] 175 +65 0,85 … 165 Dipropylenglycol-monomethylether [26] 185-195 +80 1,1 14 205 Glycerin [27] 290 Zers. 176 … … 400 Benzin für Kfz. (KW-Gemisch) [28] 70-210 < -20 0,6 8 200-410 Diesel für Kfz. (KW-Gemisch) [29] 150-390 > +55 0,6 6,5 ca. 220 Biodiesel (FS-Methylester) [30] ca. 300 180 … … ca. 250 Rapsöl (FS-Triglycerid) [31] ca. 350 230 … … ca. 300 Die Daten von Rapsöl gelten stellvertretend für alle Speisefette und Speiseöle. Den Flammpunkt von Rapsöl kann man anhand der Beispiele recht zuverlässig auf ca. 230 °C schätzen. Brände am Herd entstehen durch Überschreitung der Zündtemperatur (ca. 300 °C) von Speisefetten oder Ölen.
Flammenschutzhaube
Die Flammschutzhaube ist ein Kopfschutz, der den Atemschutzgeräteträger vor Stichflammen im Kopfbereich schützt. Die Hautstellen, die nicht vom Helm oder der Atemschutzmaske bedeckt sind, werden durch die aus schwer entflammbarem und doppellagigem Stoff bestehende Haube geschützt.
Flash over
Schlagartiges Durchzünden von Brandgasen in einem Raum. Während der Entstehungsphase eines Brandes zersetzen sich die brennenden Stoffe in zahlreiche und z.T. hochgiftige Gase (Pyrolyse), sie erhitzen sich zunehmend, und durch plötzliche Luftzufuhr (Tür oder Fenster öffnen) zünden sie blitzartig (flash) durch.
Florentine
Funkrufname der Feuerwehren in Deutschland im 2 m-Band (Funkverkehr an Einsatzstellen und Funkkanal zur Digitalenalarmierung)
Florian
Sankt Florian ist der Schutzpatron der Feuerwehren und Schutzheiliger gegen Brände (Namenstag: 4. Mai). Er war als römischer Beamter unter Kaiser Diokletian in Lauriacum (heute Lorch in Oberösterreich) tätig und hat sich zum Christentum bekannt. Trotz Folter ließ er nicht von seinem Glauben ab und wurde zum Tod verurteilt. Mit einem Mühlstein beschwert wurde er in der Enns ertränkt. Florian ist auch das Kennwort für die Feuerwehren als Bestandteil des Funkrufnamens im 4-Meter-Band.
Fluchthaube
Die Fluchhaube besteht aus einer Kopfhaube mit eingebautem Filter. Der Träger (z.B. eingeschlossene Person im Rauch) kann mit ihr kurzfristig durch verrauchte Bereiche ins Freie gebracht werden, die Rußpartikel werden durch den Filter aus der Atemluft herausgefiltert.
Fluchthauben
Atemschutzgeräte, die auch von einem Laien verwendet werden können, sind sogenannte Fluchthauben. Fluchthauben dürfen nur zum Fliehen aus verrauchten Bereichen verwendet werden. Sie sind kein Angriffsgerät für die Brandbekämpfung. Von den Feuerwehren, werden Fluchthauben verwendet, um gefährdete Personen aus verrauchten Bereichen zu retten. Bei Fluchthauben handelt es sich um einfache Masken oder Hauben, die man über den Kopf ziehen kann. Der eingebaute Filter kann kurze Zeit vor Brandgasen schützen. Auch vor dem gefärhrlichen Atemgift Kohlenmonoxid.
Fluchtweg
Der Fluchtweg ist ein in einem Objekt besonders gekennzeichneter Weg, der am schnellsten zum nächsten Notausgang führt. Dieser Weg ist entlang des Verlaufs mit Piktogrammen gekennzeichnet. Die Kennzeichnung ist oft mit der Notbeleuchtung gekoppelt. Diese Wege müssen so bemessen sein, dass die Personen, die sich zum Zeitpunkt einer besonderen Gefahr, wie einem Brand, in einem Gebäude oder einem anderen Objekt aufhalten, dieses möglichst schnell verlassen können. Fluchtwege dürfen nicht dauernd, aber auch nicht vorübergehend verstellt werden. Ein Fluchtweg kann zu einem normalen Ausgang aber auch zu einem Notausgang führen. Der Fluchtweg muss so ausgeführt sein, dass sich Personen auch bei einer Verrauchung des Weges nicht verletzen oder verirren können. Schwierig sind die Anlagen oft in Einkaufszentren, da sich dort viele ortsunkundige Personen aufhalten. Ein bedeutendes Thema ist der Fluchtweg bei Tunnelanlagen oder auf Autobahnen innerhalb von Lärmschutzwänden. Fehlende Fluchtwege können bei Bränden Katastrophen wie am Kitzsteinhorn auslösen.
Fluchtwege
Fluchtwege sind Wege innerhalb eines Gebäudes, die für das Verlassen des Gebäudes im Notfall besonders vorbereitet sind. Fluchtwege müssen mit Hinweiszeichen bzw. Sicherheitszeichen nach DIN 4844 wie „Richtungspfeil für Rettung" versehen sein, die auch im Notfall jederzeit von allen Nutzern erkannt werden können. Der Begriff Fluchtweg ist in den gesetzlichen Vorschriften fast nicht mehr zu finden, da er durch den umfassenderen Begriff „Rettungsweg" ersetzt wurde.
Flughafenfeuerwehr
Eine Flughafenfeuerwehr ist eine Betriebsfeuerwehr, die speziell auf die verschiedensten Unfallarten, die auf einem Flughafen oder in der näheren Umgebung aufteten können, ausgerichtet ist. Aufgaben und Fähigkeiten Die Flughafenfeuerwehr muss vielen unterschiedlichen Szenarien auf Flughäfen gewachsen sein: - der am häufigsten vorkommende Zwischenfall ist, dass ein Flugzeug von einer Roll- oder Startbahn abkommt und in die Wiese rutscht. Dabei handelt es sich um einen reinen technischen Einsatz. Es muss nur sehr schnell gehen um die Bahn wieder frei zu bekommen. Andererseits handelt es sich um wesentlich größere Gewichte als bei einem normalen Verkehrsunfall. - sie muss für vorbäugenden Brandschutz sorgen, wenn ein Flugzeug aus welchem Grund auch immer eine Notlandung oder eine Bauchlandung durchführen muss. Dabei kann z.B ein Schaumteppich aufgetragen werden, um die Reibungswärme beim Landen auf dem Flugzeugrumpf abzuleiten, um einen Brand (siehe Brandbekämpfung) im Flugzeug und speziell das Entzünden des Treibstoffes zu verhindern. - der schwierigste Fall eines tatsächlichen Flugunfalles auf dem Gelände des Flughafens. - sie muss aber auch bei Flugunfällen außerhalb des Flughafengeländes zum Einsatz fahren. Je nach Entfernung kann sie natürlich meist nur in einer späteren Phase nach den örtlichen Feuerwehren in Einsatz kommen. Hier ist vor allem die Erfahrung gefragt, die die Standardfeuerwehr mit Flugunfällen nicht haben kann. - aber auch der normale Feuerwehreinsatz innerhalb des Geländes gehört ebenfalls dazu, wenn man bedenkt, dass sich auf einem größeren Flughafen immer bis 100.000 Menschen, also so viele wie in einer mittleren Stadt leben, aufhalten. - nebenbei gehört auch der standardmäßige Brandschutz z.B. bei Schweißarbeiten oder die Feuerlöscherüberprüfung des gesamten Areals. Eine Vorschrift der IATA verlangt, dass der entfernteste Punkt des Flughafen-Areals in höchstens drei Minuten ab dem Alarmierungzeitpunkt erreicht werden muss. Um das zu erreichen müssen oft mehrere einzelne Brandwachen eingerichtet werden. Aber auch an die Fahrzeuge stellt das extreme Anforderungen. Personal So vielseitig, wie die Aufgaben, muss dementsprechend auch die Ausrüstung und die Ausbildung der Feuerwehrangehörigen sein. Die Mindestanzahl an hauptberuflichen Feuerwehrangehörigen wird von der Behörde vorgeschrieben, dazu kommen üblicherweise noch eine größere Anzahl von freiwilligen Feuerwehrangehörigen, die sich aus den vielen Flughafenbediensteten rekrutieren. Fahrzeuge Feuerwehr Flughafen München So hat ein großes Flugfeldfahrzeug eine Fahrleistung bis zu 800 kW und erreicht trotz der 40 t Gesamtgewicht eine Geschwindigkeit von 150 km/h in 40 sek. Gegenüber einem normalen Tanklöschfahrzeug hat es wesentlich mehr Wasser (bis 12.000 l und Schaummittel an Bord, da es im Einsatz nicht möglich ist, eine Zubringleitung zur Wasserversorgung zu errichten. Eine Feuerlöschpumpe hat üblicherweise eine Leistung von 6.000 l/min und benötigt dazu einen eigenen Motor mit 250 kW, so dass der Tank mit dem Monitor in zwei Minuten leer ist. Solche Fahrzeuge haben üblicherweise eine Besatzung von ein bis zwei Mann. Natürlich sind als Ergänzung noch einige fast normale Feuerwehrfahrzeuge, wie Rüstlöschfahrzeuge und Einsatzleitfahrzeuge, die in ihrer Ausrüstung den Anforderungen angepasst sind. Einer der weltweit größten Hersteller von Flugfeldfeuerwehrfahrzeugen ist die österreichische Firma Rosenbauer.
Freiwillige Feuerwehr
Die Freiwilligen Feuerwehren (FF) bilden das Rückgrat des Feuerlöschwesens in Deutschland. Ihre Mitglieder treten freiwillig ein und versehen den Feuerwehrdienst ehrenamtlich, d.h. ohne Bezahlung. Sie erhalten lediglich eine Entschädigung. Für den Einsatz sind sie vom Arbeitgeber freigestellt und erhalten Lohnfortzahlung. Eine umfangreiche feuerwehrtechnische Ausbildung befähigt sie für ihre vielfältigen Aufgaben. In Nordrhein-Westfalen gibt es z.Z. 395 Freiwillige Feuerwehren.
FuG
Funksprechgerät
FuG
Sprechfunkgerät
FuMe
Funkmeldeempfänger
FunkK
Funkkanal
Funkalamierung
Verfahren zur Alarmierung von Einsatzkräften als stiller Alarm mit Meldeempfängern und als lauter Alarm mit Sirenen über Sprechfunkverbindungen im Richtungsverkehr. Gebräuchliches Übertragungssystem ist das 5-Ton-Folgeruf-Verfahren, künftig auch der (digitale) Radio Paging Code (RPC) der Arbeitsgruppe POCSAG .
Funkenflug
Verbreitung von glühenden Partikelfunken durch - Wind oder Thermik (aufwärtsgerichtete Warmluftbewegung) bei einem Feuer, - Wegschleudern bei Schlag-, Stoß-, Reib- oder Schweißvorgängen. Partikelfunken können in freier Bahn bis zu 15 m brennend zurücklegen. Bei Funkenflug besteht immer die Gefahr der Brandübertragung. Beispiel: Brandentstehung infolge von Schweißarbeiten.
Funkgerät
Fernmeldegerät zum Senden und Empfangen elektromagnetischer Wellen. Bestehend aus Sender, Empfänger, Antennenumschalter bzw. Antennenweiche, Bedienteil (ggf. getrennt vom Sende-Empfangs-Gerät). Nach der Anzahl der schaltbaren Kanäle unterscheidet man: - Vielkanal-Funkgerät: alle Kanäle eines Wellenbereichs schaltbar. Beispiele: FuG 7b, FuG 8b-1, FuG 9b, FuG 10a. - Wenigkanal-Funkgerät: nur einige (z.B. 10) Kanäle schaltbar. Beispiele: FuG 10, FuG 13.
Funkgerät
Ist ein Fernmeldegerät zum Senden und Empfangen von elektromagnetischen Wellen. Es besteht aus Sender, Empfänger, Besprechungseinrichtung, Antenneneinrichtung, Stromversorgung, Bedienteil und möglichen Zusatzeinrichtungen. Je nach Anzahl der schaltbaren Funkkanäle unterscheidet man Vielkanal- und Wenigkanalfunkgeräte.
Funkkanal
Bezeichnung für einen drahtlosen Übertragungsweg in einem bestimmten Frequenzbereich. Jeder Frequenzbereich ist durch festgelegte Eigenschaften gekennzeichnet: Frequenz, Bandbreite, Bandabstand. Er besteht aus einer Einzelfrequenz (Wechselsprechen) oder einem Frequenzpaar (eine im Oberband, eine im Unterband) zum Gegensprechen.
Funkkanäle
Vom BOS-Funk werden hauptsächlich das 4m-(meist Fahrzeugfunk) und das 2Meter Band(meist Handsprechfunk) verwendet, es steht aber auch das 8m-(wird abgeschafft) und das 70cm Band(Richtfunkstrecken) zur Verfügung.Die Längenangaben bezeichnen dabei die Wellenlänge. In allen Bändern wird Frequenzmodulation (FM) eingesetzt. Jeder Kanal besitzt ein Unterband (UB) und ein Oberband(OB) und kann in den Betriebsarten Wechselsprechen(simplex,i.d.R. im 2m Band) oder Gegensprechen (duplex) betrieben werden; bei Wechselsprechen wird dabei nur ein Band des Kanals belegt, bei Gegensprechen der gesamte Kanal. Beim Gegensprechen wird häufig eine Relaisstation eingesetzt( bedingtes Gegensprechen, i.d.R. im 4m Ban).Fahrzeuge und Feststationen funken im Unterband. Die Relaisstation empfängt die Gespräche im Unterband und sendet diese dann im Oberband an die anderen Fahrzeuge und Feststationen. Neben diesen analogen Übertragungskänalen gibt es etwa seit dem Jahr 2000 Bemühungen, für die BOS in Deutschland ein digitales Bündelfunksystem mit der Bezeichnung TETRA einzuführen
Funkmeldeempfänger
Sie alarmieren die Feuerwehrangehörigen durch entsprechende hörbare (und spürbare) Signale. Die Alarmierung erfolgt durch die Leitstelle und erreicht die gewünschte Schleife auf dem entsprechenden "Piepser", den der Feuerwehrangehörige ständig bei sich trägt.
Funkmeldesystem
Ist ein Verfahren, mit dem Kurzmitteilungen über den taktisch-betrieblichen Zustand eines Einsatzfahrzeuges (Status, Statusmeldung) in Verbindung mit dem Funkrufnamen vom Fahrzeug an die Leitstelle übermittelt werden. In diesem FMS-Telegramm ist die Organisation, der Landkreis (Stadtkreis), der Einsatzbereich und der Status des Fahrzeugs enthalten. Gleichzeitig ist die Übermittlung von Kurznachrichten von der Leitstelle zum Fahrzeug möglich.
Funkrufnamen
Kennwörter einiger Organisationen 4m Band 2m Band Feuerwehr = Florian /Florentine Johanniter Unfall-Hilfe = Akkon /Jonas Malteser Hilfdienst = Johannes /Malta Deutsches Rotes Kreuz = Rotkreuz/ Äskulap Arbeiter-Samariter-Bund = Sama /Samuel Technisches Hilfswerk = Heros/ Heros Deutsche-Lebens-Rettungs.Ges.(DLRG) = Pelikan/ Pelikan Deutsche Gesellschaft z.Rettung Schiffbrüch.(DGzRS) = Triton Rettungshubschrauber = Christoph Wasserwacht = Wasserwacht/ Wasserwacht Bergwacht = Bergwacht/ Bergwacht Katastrophenschutzbehörden,Deichverbände = Kats /Katharina
Funkstelle
Sie besteht aus Geräten, die zum Senden und Empfangen elektromagnetischer Wellen geeignet sind. Dazu gehören: Das Funkgerät mit Sender und Empfänger, Bedienteil, Antenneneinrichtung, Besprechungseinrichtung (z. B. Handapparat), Stromversorgung und evtl. Zusatzeinrichtungen. Ortsfeste Funkstelle: Sie ist in Leitstellen und Feuerwehrgerätehäusern eingebaut. Mobile Funkstelle: Sie ist in Fahrzeugen installiert. Tragbare Funkstelle: Sind Handsprechfunkgeräte, die über eine eigene Stromversorgung (Akkus) verfügen.
Fw
Feuerwehr
FwA
Feuerwehranhänger
FwH
Feuerwehrhaus
FwSP
Feuerwehrstützpunkt
Fz
Fanfarenzug
Fz-Tr
Fahrzeugtrupp
FzFü
Fanfarenzugführer
f1
Feuer, klein; Z.B. Abfall, kleinere Flächen, Hecken, Büsche, etc.
f2 / f2y
Feuer, mittel; Z.B. Rauchentwicklung aus Wohnung, größere Flächenbrände, Kellerbrand, Küchenbrand, Laubenbrand, Wohnungs- oder Zimmerbrand. Das "y" steht für einen Einsatz mit gefährdeten Personen
f3 / f3y
Feuer, groß; Ausgedehntes Feuer, z.B. Dachstuhlbrand, Explosion, Gebäudebrand, Tankstellenbrand. Das "y" steht auch hier für einen Einsatz mit gefährdeten Personen
f4 / f4y
Feuer, Großobjekte; Z.B. Bauernhofbrand, Industriebrand, Lagerhallenbrand. Das "y" steht auch hier für einen Einsatz mit gefährdeten Personen. Z.B. Altenheimbrand, Krankenhausbrand, Theaterbrand oder Kaufhausbrand während der Betriebszeiten
flug1
Flugunfall, kleine Luftfahrzeuge; Absturz / Unfall eines Kleinflugzeugs (z.B. Cessna)
flug2 
Flugunfall, große Luftfahrzeuge; Z.B. Absturz eines größeren Passagierflugzeugs, Absturz eines Flugzeugs auf ein Wohnhaus
Unsere nächsten Termine
So, 05.05.2019
11:00 - 17:00
Tag der offenen Tür
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Radio 112
Feuer1
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