Technische Einsatzleitung Dithmarschen

B- Druckschlauch
Den B-Druckschlauch gibt es in zwei genormten Ausführungen, in 5m, 20m und 35m Länge. Der Innendurchmessern liegt bei allen B-Druckschläuchen bei 75 mm. Der Prüfdruck beträgt 24 bar, der Gebrauchsprüfdruck liegt bei 12 bar.
BF
Berufsfeuerwehr
BFV
Bezirksfeuerwehrverband e.V.
BJW
Bezirks-Jugendwart
BM
Brandmeister/in
BMA
Brandmeldeanlage, elektrische Anlage zum Auswerten manueller und / oder automatischer Brandmeldungen mit interner Alarmierung im Objekt und / oder Alarmierung der Feuerwehr
BOS
Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Dazu zählen die Feuerwehren, Polizei, die Rettungsdienste, das Technische Hilfswerk, der Katastrophenschutz und die Bundeszollverwaltung.
Sie verfügen über Funkeinrichtungen, die eine Zusammenarbeit bei Großschadensfällen ermöglicht.
BZ
Betriebszentrale
Backdraft
Backdraft bedeutet im Feuerwehrjargon eine gefährliche Unterart der Rauchdurchzündung. Es kommt in einem geschlossenen Raum zu einem Brand, der jedoch mangels Sauerstoff bald wieder, eventuell über die Zwischenstation Schwelbrand, verlischt. Im Raum befinden sich durch die vorhergegangene Pyrolyse jedoch noch brennbare Gase und Dämpfe. Der Raum kühlt nun langsam ab, die Gase verlieren dadurch an Volumen, es entsteht ein Unterdruck. Wird nun z.B. eine Tür geöffnet, wird durch den Unterdruck frische Luft von ausserhalb angesaugt, das Gemisch ist zündfähig. Wenn nun noch eine Zündquelle vorhanden ist (Glutnester etc.), explodiert das Gemisch mit u.U. verheerenden Auswirkungen. Der entstehende Unterdruck, das (annährende) Verlöschen des eigentlichen Brandes und die stärkere Explosion sind deutliche Unterscheidungskriterien zur normalen Rauchdürchzündung, dem so genannten Flashover oder dem so genannten Rollover.
Bandschlinge
Bandschlinge - Entwickelt wurde sie für Bergsteiger, die sich so gegen Abstürzen sichern. Sie ist ein 1,5 m langer besonders gestalteter Stoffstreifen, dessen Enden fest miteinander verbunden sind. Ihre Einsatzmöglichkeiten sind sehr variabel. Die Bandschlinge kann zum Beispiel zur Rettung von Personen im Atemschutzeinsatz verwendet werden. Dazu kann sie entweder der Person um die Brust gelegt und unter den Achseln durchgeführt werden, so dass man rechts und links von der Person jeweils ein Ende zu fassen bekommt. Oder die Schlinge wird über den Kopf und die Arme gezogen und kommt dann auch wieder auf der Brust unterhalb der Achseln zu liegen. Daneben kann man mit der Bandschlinge Türen zu ziehen, sie im Bereich der Absturzsicherung verwenden, als Sitzschlinge oder als Verbindung zwischen Truppmitglieder beim Durchsuchen von Räumen
Baustoffklasse
Baustoffklasse - Baustoffe (nicht zu verwechseln mit Bauteilen) werden hinsichtlich ihrer Brennbarkeit in Klassen eingeteilt: * A1/A2: nichtbrennbar (z.B. natürlich Steine, Gipskartonplatten) * B1: schwerentflammbar (z.B. PVC-Rohre, behandeltes Holz) * B2: normalentflammbar (z.B. unbehandeltes Holz >2mm) * B3: leichtenflammbar (z.B. Holz kleiner 2mm, Stroh, alle sonstigen ohne bauaufsichtlichen Nachweis) Nachzulesen z:b. in: Bautabellen für Ingenieure, 14. Auflage, SchneiderCH
Bbl
Beiblatt
Beatmung
Die mechanische Atemhilfe bei Atemstillstand oder Atembeschwerden. Beatmung kann durch einen Helfer erfolgen, der seine Ausatemluft dem Verletzten/Patienten zuführt (Atemspende), über einen Beatmungsbeutel oder durch Einführen eines Tubus in die Luftröhre mit Anschluss an ein Beatmungsgerät oder einen Beatmungsbeutel.
Beatmungsbeutel
Ein Hilfsmittel zur Beatmung. Er besteht aus einem etwa 1,5 Liter Luft fassenden, komprimierbaren Beutel, in den über ein Ventil Umgebungsluft angesaugt wird, einem Anschlussstück fürdie Beatmungsmaske und einem Rückschlagventil. Letzteres verhindert, dass die Ausatemluft in den Beutel zurückströmen kann. Der Beatmungsbeutel gibt dem Helfer die größtmögliche Sicherheit vor Infektionen und gewährleistet ein sicheres und effizientes Beatmen. Beatmungsbeutel, die mit einem PEEP-Ventil ausgerüstet sind (PEEP-Beatmung), dürfen nur von Rettungsdienstkräften eingesetzt werden. Aufsetzen und Halten der Maske: Die Maske wird mit Daumen und Zeigefinger einer Hand über Mund und Nase des Verletzten aufgesetzt (C-Griff). Gleichzeitig umfassen Mittel-, Ring- und Kleinfinger den Unterkiefer des Verletzten und heben den Unterkiefer an. Alle fünf Fingerder Maskenhand halten den Kopf in Überstreckung. Beutelbetätigung: Die rechte Hand (bei Rechtshänder) umgreift den Beatmungsbeutel und presst ihn zusammen. Dabei strömt die im Beutel befindliche Luft über Ventil und Maske in die Lunge des Patienten. Nach jedem Zusammendrücken werden die Finger der rechten Hand sofort wieder entspannt, sodass sich der Atembeutel wieder selbsttätig füllt.
Beatmungsgerät
Nennt man ein medizintechnisches Gerät, das auf Rettungsfahrzeugen mitgefühlt und mit Sauerstoff aus einer Druckgasflasche betrieben wird. Es besteht aus dem vom Sauerstoff über einen Injektor betriebenen Sekretabsaugteil, dem regelbaren Inhalationsteil, das dem Patienten über eine Inhalationsmaske oder eine Sonde Sauerstoff zuführt, und dem Beatmungsteil zur kontrollierten Beatmung intubierter Patienten. Atemfrequenz und Atemminutenvolumen sowie die Höhe des Beatmungsdruckes können eingestelltwerden. Sicherheitstechnische Anforderungen, Reinigung und Desinfektion sind in den Herstelleranweisungen geregelt.
Beaufort-Windskala
Behälterdruck
Behälterdruck - Der Behälterdruck ist der zum Zeitpunkt des Ablesens vorliegende Druck im Druckbehälter.(FwDV 7, S. 13) ST
Beleuchtungsanhänger
Ein Feuerwehranhänger mit Lichtmast und Stromerzeuger Beispiel: Lichtmast, hydraulisch oder pneumatisch auf 9 m Höhe ausfahrbar. Stromerzeuger für 20 kVA Leistung (Abgabeleistung). 6 angebaute Flutlichtstrahler je 1500 W.
Bergen
ist das Einbringen von Leichen, Kadavern, oder gefährdeten Sachwerten.
Bergung
Als Bergung bezeichnet man das Sichern von Sachen. Also Dingen die materiellen Wert besitzen ( z.B. Möbel und Wertsachen bei einem Wohnungsbrand). Oftmals wird in den Medien Bergung und Rettung verwechselt. Überlebende eines Unglückes werden gerettet, nicht geborgen.
Berufsfeuerwehr
Die Angehörigen der Berufsfeuerwehr versehen ihren Dienst hauptamtlich, ihr Beruf ist Feuerwehrfrau bzw. Feuerwehrmann. In Städten über 100 000 Einwohnern sind Berufsfeuerwehren (BF) gesetzlich vorgesehen, es gibt allerdings auch Ausnahmen. Neben den BF bestehen in den Großstädten auch Freiwillige Feuerwehren. In Nordrhein-Westfalen gibt es z.Z. 26 Berufsfeuerwehren.
Berufsgenossenschaften
Öffentlich-rechtliche Körperschaften; gesetzlich vorgeschriebene Mitgliedschaft aller Unternehmen, die regelmäßig Versicherungspflichtige beschäftigen. Die BG ist Träger der gesetzlichen Unfallversicherung und hatdie Aufgabe, für die Unfallverhütung alle notwendigen Anweisungen und Richtlinien zu erlassen. Alle Beschäftigten sind bei der BG gegen Arbeitsunfälle und Unfälle von und zur Arbeitsstätte versichert. Man unterscheidet zwischen gewerblichen und landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften. Die einzelnen Berufsgenossenschaften erlassen nur die für ihren Bereich in Betracht kommenden Unfallverhütungsvorschriften. Alle Berufsgenossenschaftlichen Vorschriften für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit sind Unfallverhütungsvorschriften entsprechend § 15 Siebtes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VII). Man unterscheidet folgende Unfallverhütungsvorschriften: - BGV (Berufsgenossenschaftliche Vorschriften): - BGV A (z.B. BGVA1 Allgemeine Vorschriften; früherVBG 1); BGV A1 bis 8, - BGV B (z.B. BGV B 1 Einwirkungen; Umgang mit Gefahrstoffen; früher VBG 91); BGV B 1 bis 12, - BGV C (z. B. BGV C 1 Betriebsart/ Tätigkeiten; Veranstaltungs-und Produktionsstätten für szenische Darstellung; früher VBG 70); BGV C Ibis 28, - BGV D (z.B. BGV D 1 Arbeitsplatz/Arbeitsverfahren; Schweißen, Schneiden und verwandte Verfahren; früher VBG 15); BGV D 1 bis 44, - BGR (Berufsgenossenschaftliche Regeln): BGR 100 bis 499, früher ZH l/... (z.B. BGR 133, früher ZH 1/201 Ausrüstung von Arbeitsstätten mit Feuerlöschern), - BGI (Berufsgenossenschaftliche Informationen): BGI 500 bis 899, früher ZH l/... (z.B. BGI 563, früher ZH 1/117 Brandschutz bei Schweiß- und Schneidarbeiten), - BGG (Berufsgenossenschaftliche Grundsätze): BGG 900 bis 999, früher ZH 1/... (z.B. BGG 905, früher ZH 1/27 Grundsätze für die Prüfung von Kranen).
Betriebsfeuerwehr
Betriebsfeuerwehren sind Feuerwehren in Betrieben und Verwaltungen, sie schützen nur den betreffenden Betrieb. Wenn sie in Aufbau, Ausstattung und Ausbildung einer Gemeindefeuerwehr (FF) entspricht, kann sie als Werkfeuerwehr (WF) anerkannt werden. Sie unterliegt damit der staatlichen Aufsicht.
Bez.
Bezirk
Bodenfeuer
auch: Lauffeuer): Waldbrandart (Waldbrand), bei der überwiegend trockenes Gras, Laub, Nadeln, Reisig, Sträucher brennen. Bodenfeuer ist die häufigste Waldbrandart und in allen Waldbestandsformen möglich. In Nadelwäldern kann sich ein Bodenfeuer zum Vollbrand des Waldes entwickeln. In Laubwäldern treten meist nur Bodenfeuer auf. Die Ausbreitung eines Bodenfeuers ist abhängig von der Windrichtung, den Wetterbedingungen sowie der Tageszeit, zu der das Bodenfeuer ausbricht. In der ersten Stunde nach dem Ausbruch des Feuers beträgt die Ausbreitungsgeschwindigkeit bis 0,7 m/ min, danach Anstieg auf 15 m/min. Es ist eine Flammenhöhe bis 2 m möglich.
Brandabschnitt
Der Teil eines Gebäudes, der gegenüber einem anderen Teil des Gebäudes in brandschutztechnischer Hinsicht durch besondere Bauteile abgetrennt ist. Die Abtrennung erfolgt in der Regel durch Decken (vertikaler Brandabschnitt) oder durch Wände (horizontaler Brandabschnitt), an die besondere Anforderungen gestellt werden, z.B. DIN 4102 Teil 3 - Brandwände). Insbesondere sind bei den Abtrennungen Öffnungen zu vermeiden bzw. die unabdingbar gewordenen Öffnungen, wie z.B. Türen oder Leitungsdurchführungen, durch besondere Maßnahmen gegen Feuerdurchtritt zu schützen; Brandbekämpfungsabschnitt.
Brandausbreitungsgeschwindigkeit
Der von einem Brand je Zeiteinheit zurückgelegte Weg (Einheit: Meter je Minute). Die Fortbewegung eines Brandes ist ungleichförmig. Meist wird die Brandausbreitungsgeschwindigkeit nur als Näherungswert ermittelt. Sie ist hauptsächlich abhängig von den Eigenschaften, dem Zustand und der Zusammensetzung der brennbaren Stoffe, der Verteilung der brennbaren Stoffe im Raum (sog. Feuerbrücken) sowie von der Luftzufuhr und der Intensität der Wärmeübertragung. Die Brandausbreitungsgeschwindigkeit ist bei - Gasen sehr hoch (bis 200 m/min), da bei ihrer Verbrennung kein Phasenübergang, z.B. Änderung des Aggregatzustandes mit notwendigem Wärmeverbrauch, erforderlich ist. - brennbaren Flüssigkeiten stark abhängig von der Temperatur und dem Flammpunkt der Flüssigkeit und damit von der Dampfbildung (bei Raumtemperatur 1 bis 50 m/min). - festen Stoffen gering (1 bis 4 m/min), da vor deren Verbrennung eine intensive thermische Aufbereitung stattfinden muss (Aufbereitung brennbarer Stoffe).
Brandbekämpfung
Durchführung geeigneter Maßnahmen zum Löschen eines Brandes. Geeignete Löschmaßnahmen sind: 1. Löschen durch Stören der mengenmäßigen Bedingungen des Brennens; Löschverfahren: Ersticken; Löschmittel: Kohlendioxid oder Schaum. 2. Löschen durch Wärmeentzug aus der Flammenzone (Reaktionszone) und damit Senken der Brandtemperatur sowie der Oxidationsgeschwindigkeit; Löschverfahren: Abkühlen, Löschmittel: Wasser. 3. Löschen durch antikatalytischen Effekt (Inhibition); vereinfacht: Die Anwesenheit des Löschmittels wirkt unmittelbar hemmend auf den Ablauf der chemischen Verbindung des brennbaren Stoffes mit Sauerstoff; Löschmittel: Löschpulver, früher Halone.
Brandbericht
Schriftlicher Bericht über den Einsatz von Feuerwehreinheiten zur Brandbekämpfung. Er dokumentiert insbesondere das Brandobjekt, die Brandstelle, die Brandfläche, den Brandumfang, die Hilfsfrist, die Zahl und Art der eingesetzten Kräfte und die durchgeführten Rettungsund Brandbekämpfungsmaßnahmen, die Einsatzmittel sowie ggf. die Brandursache und den Brandschaden. Der Brandbericht wird zum Zweck zentraler statistischer Erfassung und Auswertung aufgestellt.
Brandcontainer
Eine meist mit Holz befeuerte Übungseinrichtung zur realitätsnahen Ausbildung von Atemschutzgeräteträgern. Der Container ist in der Regel mit Spanholzplatten ausgekleidet, die entzündet werden. Nach einiger Zeit kann so beim Vorgehen des Atemschutztrupps ein Flash-Over simuliert werden, der, bevor zur eigentlichen Brandbekämpfung vorgegangen werden kann, bekämpft werden muss. Mobile Übungseinrichtung Brandbekämpfung.
Branderkennung
Erkennungseinrichtung, um einen Brand festzustellen. Dazu gehören beispielsweise Rauchmelder, Flammenmelder, Infrarotmelder, Temperaturfühler, Schmelzlot, Sprinkler, Rauchdetektoren (z.B. in Lüftungsanlagen). Aufgabe der Branderkennung ist es, so früh wie möglich Pyrolysegase (Pyrolyse), Rauch, Flammen oder einen Temperaturanstieg festzustellen und an eine Brandmelderzentrale weiterzumelden.
Brandgase
Ein gasförmiges Gemisch aus giftigen Stoffen, die bei einem Brand entstehen. Je nach brennendem Stoff, Temperatur und Luftzufuhr ist die Zusammensetzung sehr unterschiedlich. Neben Kohlenmonoxid und Kohlendioxid entstehen Stickoxide, Kohlenwasserstoffe und viele andere Atemgifte.
Brandhaus
Das Brandhaus ist wie der Brandcontainer eine mit Gas befeuerte Anlage zur realitätsnahen Ausbildung von Atemschutzgeräteträgern. In dem Haus kann die Bekämpfung verschiedener Szenarien wie z.B. Wohnungsbrand, Kellerbrand oder Zimmerbrand geübt werden. Sämtliche Einrichtungsgegenstände sind aus Stahl, das Feuer (Gaszufuhr) wird über eine zentrale Bedienstelle gesteuert. In Würzburg steht ein solches Brandhaus bei der staatlichen Feuerwehrschule für Übungen zur Verfügung.
Brandherd
Der Brandherd ist jener Punkt, von dem ein Brand ausgeht. Er ist vor allem zur Brandursachenermittlung notwendig. Je heftiger ein Brand ist, umso schwieriger ist es den eigentlichen Brandherd zu erruieren. Wenn ein Brandherd nicht gleich im Zuge der Brandbekämpfung eindeutig ermittelt werden kann, so müssen nachher eigene Brandermittler der Polizei diesen suchen, um dann weiter die Ursache zu finden. Nur so können auch Brandstifter ausgeforscht werden.
Brandklasse -A
Brände fester Stoffe unter Glutbildung brennen. Beispiele: Papier, Holz, Kohle usw Löschmittel: Wasser, Pulver, Schaum
Brandklasse -B
Brände von Flüssigkeiten. Beispiele: Öl, Benzin, Diesel, Alkohol Löschmittel: Schaum, Pulver, Kohlendioxid
Brandklasse -C
Brände von Gasen Beispiele: Erdgas, Azetylen, Wasserstoff Löschmittel: Pulver, Kohlendioxid
Brandklasse -D
Brände von Metallen und Melallverbindungen. Beispiele: Aluminium, Magnesium Löschmittel: Metalllöschpulver und / oder trockener Sand
Brandklasse -E
Diese Brandklasse wurde für Brände von elektrischen Anlagen bis 1000 Volt vorgesehen. Nach Einführung der Norm EN2 wurde diese aber gestrichen, weil diese Brände mit jeden normgerechten Feuerlöscher gelöscht werden können. Voraussetzung dafür ist, das der angegebene Sicherheitsabstand eingehalten wird.
Brandklasse -F
Diese Brandklasse wurde neu eingeführt und beinhaltet alle Brände von Fetten auf mineralischer und synthetischer Basis.
Brandklassen
Die Einteilung der brennbaren Stoffe erfolgt in vier verschiedene Klassen. Daraus können dann auch die Löschmittel abgelesen werden. Klasse A: feste Stoffe z.B. Holz, Kohle Löschmittel: Wasser, Schaum Klasse B: flüssige Stoffe z.B. Benzin, Lacke Löschmittel: Schaum, Pulver Klasse C: gasförmige Stoffe z.B. Acetylen, Butan Löschmittel: Pulver, Kohlendioxid Klasse D: Metalle z. Aluminium Löschmittel: Sand, Pulver
Brandmeldeanlage
Fernmeldeanlage, die Brände selbständig an Feuerwehr oder/und an die Leitstelle melden und gleichzeitig optisch und akustisch anzeigen. Sie können auch Löschanlagen aktivieren und die eigenen Anlagenteile überwachen und Fehler anzeigen. Sie bestehen aus den Meldern, dem dazu erforderlichen Leitungsnetz und der Brandmeldezentrale. Brandmeldeanlagen sind in
Brandmeldezentrale
Die Brandmelderzentrale (Abkürzung: BMZ) ist das Herz der Anlage. Dort laufen alle Meldungen der installierten Sensoren auf und lösen die vorher einprogrammierte Aktion aus. Dies kann das Absetzen eines Notrufes, das Ansteuern eines Computers oder einer Durchsageeinheit sein. Die BMZ vereint meist eine Steuereinheit und das so genannte Feuerwehrbedienfeld. Nach Auslösung der BMA verschafft sich in der Regel die Feuerwehr den Zugang zum Objekt über das Feuerwehrschlüsseldepot. Nachdem der Zutritt zum Gebäude vorhanden ist, wird der ausgelöste Melder mit Hilfe des Feuerwehranzeigetableaus (FAT) festgestellt. Die Bedienung der wichtigsten Funktionen erfolgt über das Feuerwehrbedienfeld. Optional kann der Melder auch über ein Brandmeldetableau festgestellt werden. Bei einem Brandmeldetableau ist der Grundriss des Gebäudes dargestellt, die einzelnen Melder sind darauf durch LEDs gekennzeichnet. Die Feuerwehr entnimmt nun aus dem Laufkartenkasten, die Feuerwehrlaufkarten, die für jede einzelne Meldergruppe den von der Brandmeldeanlage schnellsten Weg aufgezeichnet haben. Außerdem kann die Feuerwehr - je nach Ort, Größe und Lage des Gebäudes - einen Laufkartendrucker fordern, der die Laufkarten ausdruckt.
Brandschutzerziehung
Meist ehrenamtlich erbrachter Unterricht zur Verhinderung und Ausbreitung von Bränden: Kinderbrandschutz Um die Gefahren eines Feuers besser einzuschätzen und die Angst zu überwinden wurde 1998 in Iserlohn Deutschlands erstes Kinderbrandschutzzentrum Floriansdorf auf dem Gelände der Berufsfeuerwehr Iserlohn gegründet. Hier wird den Kindern spielerisch beigebracht, wie sie sich im Falle eines Brandes zu verhalten haben oder wie sie bei sich bei Verletzungen und Unfällen verhalten sollten.
Brandsicherheitswache
Eine Brandsicherheitswache wird auf Anordnung der Gemeinde gestellt bei Veranstaltungen, bei denen eine erhöhte Brandgefahr besteht und eine große Anzahl von Personen gefährdet ist. Die Stärke der Brandsicherheitswache kann allgemeinverbindlich nicht angegeben werden, da sie Abhängig ist von der Art und Größe des Gebäudes, der Art der Handlung, der Anzahl der Besucher usw.Die Aufgaben der Brandsicherheitswache sind es: * Überprüfung von vorhandenen Brandschutzeinrichtungen * Durchführen von Kontrollgängen * Die Kontrolle der Flucht- und Rettungswege (ggf. Veranlassung an den Veranstalter, diese frei zu räumen) * Bei brandgefährlichen Handlungen entsprechende Sicherheitsvorkehrungen zu treffen * Im Brandfall das Retten der Personen sowie die Bekämpfung von Entstehungsbränden bzw. das Einweisen von alarmierten Einsatzkräften
Brandsimulationsanlage
Eine Brandsimulationsanlage (BSA) ist eine Einrichtung der Feuerwehr, in der die Arbeitsbedingungen bei Bränden simuliert wird, indem in einem Raum kontrolliert Gas abgebrannt wird. Training im Brandcontainer: Absenken der Innenraumtemperatur durch Impulstechnik am Hohlstrahlrohr Die wichtigste Verwendung der BSA ist die Ausbildung von Feuerwehrleuten. Bei Temperaturen von bis zu 700 °C unter der Decke lernen sie mit den körperlichen und psychischen Belastungen, die im Einsatz vorherrschen können, umzugehen. Je nach Ausstattung der Anlage lässt sich auch der sog. Rauchdurchzündung (Das Durchzünden einer überhitzten Rauchgaswolke beim Öffnen einer Türe oder eines Fensters) simulieren. Die Kammer wird während der Benutzung ständig aus einem Kontrollraum überwacht, in der Kammer selbst befinden sich zumindest Not-Aus-Schalter, die die Gaszufuhr unterbrechen und die Lüftung und Notbeleuchtung einschalten. Außer für Übungen kann die BSA auch zum Testen neuer Ausrüstung oder neuer Taktiken eingesetzt werden. Da eine Brandsimulationsanlage einerseits billiger, andererseits mobiler ist, wird sie oft an Stelle eines Brandhauses angewendet.
Brandstiftung
Unter Brandstiftung versteht man das vorsätzliche oder fahrlässige Inbrandsetzen einer Sache. Brandstiftungen ziehen Schäden nach sich. Brandstiftung nach deutschem Recht Die Brandstiftung gehört zu den gemeingefährlichen Straftaten. Tathandlung ist das vorsätzliche oder fahrlässige Inbrandsetzen einer Sache. Damit kann die Brandstiftung als qualifiziertes Delikt der Sachbeschädigung verstanden werden. Tatbestand Die Brandstiftung ist in §§ 306, 306a-f StGB geregelt. In erster Linie werden durch die Brandstiftung Gebäude, Maschinen, Lager, Fahrzeuge, Wälder, Heiden und Moore sowie land- und forstwirtschaftliche Erzeugnisse geschützt. Zum Grunddelikt der Brandstiftung (§ 306 StGB), mit einer Strafandrohung von einem bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe, kommen die schwere Brandstiftung (§ 306a StGB), die besonders schwere Brandstiftung (§ 306b StGB), die Brandstiftung mit Todesfolge (§ 306c StGB), die fahrlässige Brandstiftung (§ 306d StGB) und die Herbeiführung einer Brandgefahr (§ 306f StGB). Um die mit hoher Strafandrohung versehenen Delikte der Brandstiftung zu mildern, hat der Gesetzgeber in § 306e StGB die tätige Reue vorgesehen, die dem Täter, sofern er freiwillig den Brand löscht, Milderung (bei Taten der §§ 306, 306a, 306b StGB) oder Straffreiheit (bei Taten des § 306d StGB) einräumt. Die schwere Brandstiftung (§ 306a StGB) ist dann einschlägig, wenn das Tatobjekt ein Gebäude oder Schiff (auch jeweils das eigene) ist, das von Menschen bewohnt wird, eine Kirche (oder anderes Gotteshaus) ist oder ein andere Räumlichkeit in Brand setzt, in dem sich gewöhnlich Menschen aufhalten. Die besonders schwere Brandstiftung (§ 306b StGB) ist einschlägig, sofern durch die in §§ 306, 306a StGB bezeichneten Brandstiftungen eine Gesundheitsschädigung mehrerer Menschen (mindestens 20) eintritt. Die Strafe ist dann eine Mindestfreiheitsstrafe von 2 Jahren. Insbesondere ist die besonders schwere Brandstiftung anzunehmen, wenn ein Mensch in Lebensgefahr dadurch gerät, die Brandstiftung aus der Absicht heraus unternommen wird, um eine Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken oder das Löschen des Brandes verhindert oder erschwert wird. In solchen Fällen ist auf eine Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahre zu erkennen. Die Brandstiftung mit Todesfolge (§ 306c StGB) gehört zu den Tötungsdelikten im weiteren Sinne. Als erfolgsqualifiertes Delikt sieht es die Verwirklichung eines Tatbestandes der §§ 306, 306a, 306b StGB vor, zudem muss leichtfertig der Tod eines anderen Menschens verursacht worden sein. Die Strafe beträgt insofern mindestens 10 Jahre Freiheitsentzug oder lebenslange Freiheitsstrafe. Bei der fahrlässigen Brandstiftung (§ 306d StGB) gelten die Brandstiftungsdelikte entsprechend. Dabei ist zu beachten, dass naturgemäß gefahrgeneigte Tätigkeiten, wie das Schweißen oder Löten sowie unsachgemäßer Umgang mit Zigaretten o.ä. in Betracht kommen können. Auch wenn neben dem eigentlich durch die vorsätzliche Brandstiftung anvisierten Objekt weitere Sachen zu brennen beginnen, kann daneben die fahrlässige Brandstiftung treten. Die Strafandrohung der fahrlässigen Brandstiftung ist Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. Die Regelungssystematik ist hinsichtlich der fahrlässigen Brandstiftung besonders umstritten. Die Herbeiführung einer Brandgefahr (§ 306f StGB) ist ein konkretes Gefährdungsdelikt. Hier genügt bereits der unvorsichtige Umgang wie Rauchen, offenes Feuer oder Licht, durch das die in § 306 genannten Objekte in die Gefahr eines Brandes geraten. Vom Deliktstypus her sind die §§ 306, 306a, 306b, 306c StGB Verbrechen; die Delikte nach §§ 306d und 306f StGB sind Vergehen. Ätiologie Brandstiftung tritt in zwei verschiedenen Varianten häufig auf. Einerseits als Jugenddelikt (Jugendkriminalität), in der das Spiel mit dem Feuer zu unsachgemäßem Umgang führt, aber auch als typisches Rachedelikt gegenüber fremden Sachen sich auswirkt (bei Mülltonnen ist das einschlägige Delikt die Sachbeschädigung). Andererseits kann auch pathopsychologisches Verhalten im Bereich einer Pyromanie Auslöser für Brandstiftungsdelikte sein. Täter erleben sexuelle Befriedigung durch den Anblick von Flammen als Phallussymbol. Insofern ist vom Tatgericht her stets auf die Anwendung der §§ 20, 21 StGB zu prüfen.
Brandtoter
Ein infolge eines Brandes ums Leben gekommener Mensch. In Deutschland gibt es pro Jahr sieben Brandtote je 1 Million Einwohner. In England ist diese Zahl ungefähr doppelt so hoch. Etwa 80 Prozent der Brandtoten sterben an den Folgen des Brandrauches ( Atemgifte ).
Brandursache
(auch: Brandentstehungsursache), alle Bedingungen und/oder Umstände des Vorgangs, die einen Brand auslösen (DIN 14010). Sieführen immer zum Zusammenwirken der stofflichen Komponenten einer Verbrennung mit einer Zündquelle. Der Begriff Brandursache wird beschrieben durch folgende Feststellung: - Herkunft der Zündenergie, - Auslösung des Zündvorgangs, - zuerst in Brand gesetzter Stoff und - Gegenstand, dessen Bestandteil der zuerst in Brand gesetzte Stoff war. Häufige Brandursachen sind - defekte elektrische Geräte oder Installationen. Beispiele: Koch- und Heizgeräte, überlastete Leitungen, gelockerte Verbindungen. - bauliche Mängel. Beispiele: ungenügender Abstand zwischen Ofenrohr und brennbarem Stoff oder ein in eine Schrankwand eingebautes Fernsehgerät (keine ausreichende Wärmeabfuhr). - Nachlässigkeit. Beispiele: Rauchen im Bett, Asche im Papierkorb, vergessenes brennendes Kerzengesteck; Selbstentzündung, Beispiel: Heu. - Brandstiftung.
Brandwache
Eine Brandwache wird von der Feuerwehr gestellt, wenn an Einsatzstellen die Gefahr besteht, dass noch eventuell vorhandene Brandnester wieder Aufflammen können oder um Materialien oder Objekte (klassisches Beispiel: Strohmiete im freien Feld) kontrolliert abbrennen zu lassen. Eine Brandwache besteht aus einer ausreichenden Anzahl von Einsatzkräften und einem geeignetem Feuerwehrfahrzeug. Sie ist jedoch nicht zu verwechseln mit einer Brandsicherheitswache.
Bremmpunkt Chemie
Als Brennpunkt einer Flüssigkeit wird die Temperatur bezeichnet, bei der der Dampfdruck so hoch ist, dass sich das entstehende Gas/Luft-Gemisch mit einer Zündquelle entzünden lässt, und Verbrennung weiterläuft, wenn die Zündquelle entfernt wird. Hat die brennbare Flüssigkeit eine Temperatur, die niedriger ist als der Flammpunkt, lässt sich die Flüssigkeit nicht mit einer Zündquelle entzünden. Erst wenn die Temperatur des Flammpunktes erreicht ist, bildet die Flüssigkeit in ausreichender Menge brennbare Dämpfe, welche sich dann entflammen lassen. Die nachströmende Dampfmenge ist jedoch nicht groß genug, um eine dauerhafte Verbrennung zu ermöglichen, wenn die Zündquelle wieder entfernt wird. Erst mit erreichen des meist nur wenige Grade höheren Brennpunktes ist die gebildete Dampfmenge ausreichend, um eine dauerhafte Verbrennung zu ermöglichen. Gegenüber dem Brennpunkt hat der Flammpunkt meist eine größere Bedeutung, da bereits bei der niedrigeren Temperatur des Flammpunktes eine Entzündung möglich wird. Die dabei entstehende Verbrennungswärme reicht oft schon, um die Flüssigkeit bis zum Erreichen des Brennpunktes zu erwärmen. Wird die Flüssigkeit weiter erhitzt, entzündet sie sich bei Erreichen der Zündtemperatur von selbt, das heißt ohne eine externe Zündquelle.
BtF
Betriebsfeuerwehr
bahn1
Bahnunfall 0.1; Technische Hilfeleistung ohne Personenschaden, Brandgefahr und Umweltgefährdung. Z.B. Objekte oder Tiere auf Bahnstrecke
bahn2
Bahnunfall 0.2; Einzelne technische Hilfeleistung, Entstehungsbrand. Z.B. Flächenbrand an Bahnstrecke, Person unter Zug, mehrere große Objekte auf Bahnstrecke, gefährlicher Stoff droht auszulaufen
bahn3
Bahnunfall 0.3; Umfangreiche technische Hilfeleistung nach Unfall, Brandbekämpfung. Z.B. Größerer Flächenbrand, Verkehrsunfall an Bahnübergang, PKW unter Zug, Brand einzelner Waggons, Auslaufen gefährlicher Stoffe geringem Ausmaßes.
bahn4
Bahnunfall 4; Umfangreichste technische Hilfeleistung, Großbrand. Z.B. Zusammenstoß von Zügen, Unfall zwischen Reisebus und Zug, Brand mehrerer Waggons, komplette Entgleisung eines Zuges, Auslaufen gefährlicher Stoffe größeren Ausmaßes
bma
Meldereinlauf Brandmeldeanlage; Eine Brandmeldeanlage hat Alarm ausgelöst. Es kann sich um einen automatischen Alarm oder um das Betätigen eines Druckknopfmelders handeln.
Unsere nächsten Termine
Sa, 23.03.2019
06:30 - 14:00
LKN Großübung
Husum
Radio 112
Feuer1
Jens-Uwe Andersson