Technische Einsatzleitung Dithmarschen

TEL-Lexikon

 

A-Saugschlauch
Der A-Saugschlauch ist ein Schlauch, der seine röhrenförmige Form immer beibehält und bei der Entnahme von Wasser aus unabhängigen Löschwasserversorgungen verwendet wird. Damit ein Saugschlauch diese Beispiele erfüllt und beim Erzeugen von Unterdruck nicht zusammenklappt, befindet sich in seinem Inneren eine verzinkte Drahtspirale. Diese ist dann abwechselnd mit vielen dünnen Gewebe- und Gummischichten umgeben, die ineinander zusammenvulkanisiert sind. Eine äußere Drahtspirale soll den Schlauch vor mechanischen Beschädigungen schützen. Bei Saugschläuchen neueren Datums wird auf die Anbringung der äußeren Drahtspirale verzichtet. Ein Saugschlauch muss von innen gegen Wasserdruck und von außen gegen atmosphärischen Luftdruck dicht sein. Der Saugschlauch der Größe A hat eine Länge von 1,6 m und einen Durchmesser von 110 mm.
A-Saugschlauch
Der A-Saugschlauch dient dazu Wasser aus einem Gewässer oder Saugbrunnen zu entnehmen. Zum entnehmen des Wasser wird ein Unterdruck in der Pumpe gebildet, sodass das Wasser angesaugt wird. Damit sich bei dem ansaugen nicht der Schlauch zusammenzieht, besteht er in seinem Inneren aus einer verzinkte Drahtspirale. Der A-Saugschlauch hat eine Länge von 1,60 m und einen Durchmesser von 11 cm.
A-Tr
Angriffstrupp
A-Tr
Angriffstrupp, Trupp "an vorderster Front". Nimmt dem Einsatz entsprechende Geräte vor, und führ Arbeiten am "Objekt" durch. Oft unter Atemschutz oder anderen Schutzmassnahmen (z.B. CSA)
ABC
Abk. für: atomare, biologische, chemische Kampfstoffe
ABC Dekon -P
Dekontaminationsfahrzeug für Personen dient zur Dekontamination atomarer, biologischer und chemischer Stoffe von Personen.
ABC-Einsatz
Unter dem Begriff ABC-Einsatz werden alle Einsätze zusammengefaßt, bei denen atomare (radioaktive), biologische und chemische Gefahren das Leben von Menschen oder Tieren oder die Umwelt bedrohen. Nach dem 11. September 2001 wurde das ABC-Schutzkonzept wieder in den Vordergrund geschoben (nachdem man nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes in der BRD dem ABC-Schutz in den 90iger Jahren kaum Beachtung geschenkt hatte). Aus Sicht der Feuerwehr handelt es sich bei den meisten dieser Einsätze um die sogenanten GSG-Einsätze (GSG = Gefährliche Stoffe und Güter). Einsatztaktisch unterscheiden sich GSG-Einsätze auch kaum von den modernen ABC-Einsätzen, trotzdem ist es sinnvoll, die Regelungen die man bisher auf verschiedene Einsatzgebiete verteilte zu bündeln und für ein gemeinsames taktisches Vorgehen nutzbar zu machen. Am deutlichsten wurde das durch die Entscheidung gemacht, dass die ehemaligen Dienstvorschriften der Feuerwehr (FwDV) 9/1, 9/2 (Strahlenschutz) und 14 (Gefährliche Stoffe) zur DV 500 zusammengefaßt und taktisch aneinander angeglichen wurden.
ABC-Pulver
Löschpulver für die Brandklassen A, B und C
AGT
Die Abkürzung AGT steht für Atemschutzgeräteträger. Also ein Feuerwehrmann (SB) der zum Tragen von "schwerem Atemschutz" (Pressluftatmer) ausgebildet und tauglich (G26) ist.
AL
Anhängeleiter
Abbrandfestigkeit
Abbrandfestigkeit ist ein Maß für die Beständigkeit des Schaumes (Schaummittel) gegen Wärme. In der Praxis wird wegen der Zerstörung des Schaumes durch die Wärme etwa 30 bis 50% mehr Schaum benötigt, als nach der Volumenberechnung ohne Brand notwendig wäre.
Abkühlen
Das Löschmittel (meist Wasser) nimmt Wärmeenergie auf und entzieht es damit dem brennbaren Stoff, damit sinkt dessen Temperatur. Verdampft das Wasser, so ist dafür die Wärmeenergie sehr groß, diese wird auch dem brennbaren Stoff entzogen, die Temperatur sinkt soweit, dass die Verbrennung zum Erliegen kommt.
Ablasshahn
Entwässerungshahn an der tiefsten Stelle einer Feuerlöschkreiselpumpe.
Abrollbehäter
Auf Abrollbehältern werden meisten Einsatzmittel verlastet, die nicht direkt im täglichen Einsatzgeschehen benötigt werden. Je nach Einsatzart wird der benötigte Abrollbehälter von einem Wechselladerfahrzeug aufgezogen und dann zur Einsatzstelle gebracht. Dort wird der AB dann wieder abgesetzt und die Einsatzkräfte können die Gerätschaften entnehmen. Viele Feuerwehren setzen Wechselladerfahrzeuge mit verschiedenen Abrollbehältern ein, um dadurch Kosten zu sparen weil man nicht für jeden Einsatzzweck ein Sonderfahrzeug vorhalten muß. Es gibt die verschiedensten Abrollbehälter, hier z.B. AB - Mulde (Leermulde), AB - Atemschutz, AB - Schlauch, AB Schaum, AB - Pulver , AB Sonderlöschmittel, AB - Einsatzleitung, AB - Gefahrgut, AB - Strahlenschutz, AB Öl, AB - Rüstmaterial, etc.
Abschleppbrille
Eine Abschleppbrille ist eine Vorrichtung an einem LKW, um einen PKW abschleppen zu können. Ähnlich der Abschleppachse ist am Heck des LKW ein brillenförmiges Gestell (daher auch der Name) angebracht, das hydraulisch gehoben und gesenkt werden kann, um einen PKW mit einer Achse aufzubocken. Verwendet wird die Abschleppbrille oft von der Pannenhilfe oder der Feuerwehr nach Verkehrsunfällen. Ein abgeschleppter PKW verhält sich dabei - im Gegensatz zur auch gebrauchten Abschleppachse - wie ein Einachsanhänger und ist dadurch leichter, speziell beim Rückwärtsfahren , zu lenken.
Abwehrender Brandschutz
Der abwehrende Brandschutz ist eine Aufgabe der Feuerwehr und bildet das Gegenstück zum vorbeugenden Brandschutz. Abwehrender Brandschutz ist alles, was die Feuerwehr unternimmt, wenn 'das Kind in den Brunnen gefallen ist', es also schon brennt. Es ist die Tätigkeit, die man primär mit Feuerwehr in Verbindung bringt (...obwohl sie viel mehr leistet).
Aktiv
Als "Aktiv" bezeichnen wir alle dem Einsatzdienst angehörenden Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen. Mit 60 Jahren scheidet man aus Altersgründen aus dem Aktiven Dienst aus und wird automatisch in die Ehrenabteilung übernommen.
Alamierung
Die Ausgabe eines Befehls, durch den bestimmte Einsatzkräfte zu einem sofortigen Einsatz oder zur Bereitstellung aufgefordert werden (DIN 14011 Teil 9). Beispiel: Alarmierung eines Löschzuges in der Feuerwache. Treffen Einsatzkräfte Schadenereignisse an, zu denen sie nicht alarmiert worden sind, so gelten sie durch das Ereignis als unmittelbar (direkt) alarmiert. Beispiel: Auf Rückfahrt befindliches Löschfahrzeug kommt zu einem brennenden Pkw. Die Alarmierung der Einsatzkräfte wird mündlich oder durch akustische und/oder optische Signale über eine öffentliche Warnanlage (Sirene), eine zentrale Alarmierungsanlage über Funkmeldeempfänger oder über eine Wachalarmierungsanlage ausgeführt.
Alamierung
Zur Alarmierung der Einsatzkräfte durch die Leitstelle wird ein Funkgebundenes Alarmierungssystem eingesetzt. Bis vor kurzem wurde mit der analogen Funktechnik ein Mehrtonsignal an die FME (Funkmeldeempfänger, meist liebevoll Piepser genannt) gesendet und dadurch ein Alarmton ausgelöst. Mittlerweile wurde die Alarmierung in unserem Bereich auf digital umgestellt. An die Empfänger (ähnl. Pager) wird ein SMS-ähnliches Datenpaket gesendet. Dieses wertet der Empfänger aus und löst den Alarm aus.
Alamierungssysteme der Feuerwehr
Die Alarmierung der Feuerwehren durch die Leitstelle kann über verschiedene Methoden erfolgen. Funkalarmierungssystem Eine Methode ist die stille Alarmierung von Einsatzkräften über tragbare Funkmeldeempfänger (FME, auch Piepser oder Pieper). Im Einsatzfall werden diese FME durch die Leitstelle ausgelöst. Das System ist innerhalb des BOS-Funk, also auch bei der Feuerwehr, Deutschlandweit standardisiert, wobei gerade ein Generationenwechsel von alten analogen Funknetz hin zur digitalen Übertragung stattfindet. Analoges System Die analogen Funkmeldeempfänger sind seit 1975 innerhalb der BRD bundeseinheitlich geregelt und empfangen auf der normalen Funkfrequenz einer Stadt bzw. eines Landkreises. Die Alarmierung erfolgt über das Senden einer speziellen Fünftonfolge, bei der nacheinander 5 kurze Töne unterschiedlicher Freuenz (zwischen 1060 Hz und 2400 Hz) gesendet werden. Die Tonhöhe (also Frequenz) steht hierbei für eine Ziffer von 0 - 9, bzw. ein Wiederholzeichen (damit nicht aufeinanderfolgend zweimal derselbe Ton gesendet wird). Jede Feuerwehr hat für ihre Funkmeldeempfänger und Sirenen ein, oder auch mehrere, dieser Nummern zugeteilt bekommen. Die erste Ziffer steht hierbei für das Bundesland (5=Hessen, 8=Rheinland-Pfalz etc.), die vier weiteren Ziffern wurden durch das Bundesland vergeben. Zur Alarmierung wird diese Fünftonfolge der zu alarmierenden Feuerwehr von der Leitstelle über Funk (4m-Band) gesendet, gefolgt von einer Durchsage, meist über die Art des Einsatzes. Über entsprechende Alarmierungspläne ist es den Feuerwehren möglich, je nach Art des Einsatzes zu bestimmen, welche Fünftonfolgen gesendet werden, um somit die die Alarmierung der Einsatzkräfte an die Sachlage anzupassen. Von manchen Leitstellen wird nach der Fünftonfolge vor der Durchsage erst noch ein so genannter Weckton gesendet. Um eine Sirene auszulösen folgt üblicher weise anstelle der Durchsage ein Steuerton. Dieser charakteristische Brummton wird auch Sirenenton genannt. Digitales System Die digitale Alarmierung wird im 70cm-BOS-Band realisiert. Somit wird der normale BOS-Sprechfunkverkehr im 4m-Band nicht belastet. Digitale Alarmierungen werden durch einen digitalen Alarmgeber, welche über einen digitalen Alarmsetzter ausgesetzt werden, duchgeführt. Zum Empfang benötigt man einen digitalen Meldeempfänger. Der Alarm wird in Form von Textnachrichten (Einsatzort, Einsatzstichwort usw.) übertragen. Weiterhin bietet die digitale Alarmierung eine bessere Übertragungs- und Empfangsbereitschaft, zum Beispiel in Gebäuden. Sirenenalarmierung Eine zweite Methode ist die laute Alarmierung über eine oder mehrere im Ort installierte Sirenen. Bei Feuerwehren mit hoher Einsatzfrequenz wird diese Methode in den meisten Fällen nicht angewendet, um eine Lärmbelästigung der Bevölkerung aus dem Weg zu gehen. Allerdings gehen auch Feuerwehren den entgegengesetzten Weg und lassen die Sirene bewusst auslösen, um der Bevölkerung zu zeigen, dass sie wieder unterwegs sind. Die Sirenen können ebenfalls von der Leitstelle über Funk ausgelöst, aber auch vom Feuerwehrhaus selbst, wo oft auch auf der Außenseite des Hauses ein Druckknopfmelder angebracht ist. SMS-Alarmierung Eine relativ neue Methode alamiert die Feuerwehrangehörigen durch eine SMS auf ihr Mobiltelefon. Vorteil ist das es sich um eine vergleichsweise billige Methode handelt, da die Infrastruktur und die Endgeräte meist vorhanden sind. Nachteil ist das SMS ein best effort Service ist, das heißt es kann mehrere Stunden dauern bis eine Alarm- Nachricht ankommt, oder sie kann sogar ganz verloren gehen. Ein weiterer Nachteil, dass bei Stromausfall die Mobilfunksender auch nur eine beschränkte Zeit eine Notstromversorgung haben und dann ein Handynetz nicht mehr zur Verfügung steht. Dies hat sich vor allem im Katastropheneinsatz wie Hochwasser als nachteilig herausgestellt. Deshalb wird diese Methode, wenn es finanziell für die einzelne Feuerwehr möglich ist nur als Zusatzalarmierung oder als Benachrichtigung verwendet.
Alarm
Das Wort Alarm stammt aus dem französischen A l’arme und heißt an die Waffe. (Der nur im Numerus verschiedene italienische Ausdruck Alle arme bzw. All’arme wird auch als Herkunft vorgeschlagen.) Das bedeutet im übertragenen Sinne, dass eine bestimmte Zielgruppe (zum Beispiel die Polizei oder die Feuerwehr, aber auch die gesamte Bevölkerung), an die der Alarm gerichtet ist, auf ein Ereignis aufmerksam werden soll und anschließend darauf reagieren soll. Die Reaktionen und Abfolge bestimmter Handlungen lassen dabei eine Alarmierungskette entstehen.
Alarmplan
Ein Dokument mit detaillierten Festlegungen über - das Schadenereignis, - den zur Alarmauslösung berechtigten Personenkreis, - die zu alarmierenden Kräfte, - die Reihenfolge der Alarmierungen und die einzusetzenden Fernmeldemittel, - die Einsatzaufträge und Tätigkeiten der alarmierten Kräfte, - die Einsatzmaßnahmen und Verhaltensweisen der alarmierten Kräfte.
Alarmplan
Ein Dokument mit detaillierten Festlegungen über - das Schadenereignis, - den zur Alarmauslösung berechtigten Personenkreis, - die zu alarmierenden Kräfte, - die Reihenfolge der Alarmierungen und die einzusetzenden Fernmeldemittel, - die Einsatzaufträge und Tätigkeiten der alarmierten Kräfte, - die Einsatzmaßnahmen und Verhaltensweisen der alarmierten Kräfte.
Alarmzentrale
Eine Alarmzentrale (häufig auch Rettungsleitstelle genannt) ist ein Kommunikationszentrum, wo Notrufe bei Ereignissen, bei denen Hilfe notwendig ist, angerufen werden kann. In der Alarmzentrale werden dann weitere Hilfsorganisationen über Funk, Telefon oder auf andere Art verständigt werden, bei dem Ereignis tätig zu werden. Es kann auch die Bevölkerung zum Beispiel durch Radiodurchsagen oder durch Sirenen gewarnt oder alarmiert werden. Es werden auch Versuche und Überlegungen angestellt, die Bevölkerung mittels SMS oder über Funkuhren zu warnen. Auch während des weiteren Verlaufs des Einsatzes können die Hilfskräfte unterstützt und koordiniert werden. So kann die Alarmzentrale während eines Ereignisses zu einer Stabsstelle erweitert werden. Eine Alarmzentrale ist normalerweise rund um die Uhr besetzt, anderenfalls müssen Anforderungen automatisch zu einer anderen besetzten Stelle weitergeleitet werden. Eine Alarmzentrale kann entweder nur für eine Organisation oder aber übergeordnet für mehrere Organisationen tätig sein. Die Besatzung einer Alarmzentrale muss gute Kenntnisse über die Hilfsmöglichkeiten der jeweiligen Organisation, gute Ortskenntnisse und Koordinationsfähigkeiten haben und muss gruppen- und stressfähig sein. Es müssen auch genügend Hilfsmaterialien vorhanden sein, wie Alarmpläne, Kartenmaterial, Telefonanschlüsse, Funk, EDV-Unterstützung oder Tonaufzeichnungsgeräte, etc. Die häufigsten Alarmzentralen sind jene von: * Polizei * Rettungsdienst * Feuerwehr (zum Teil in so genannten integrierten Leitstellen, d. h. Feuerwehr und Rettungsdienst sind in einer Leitstelle untergebracht) Aber auch andere Organisationen haben solche Einrichtungen: * Elektrizätswerke * Gaswerke * Wasserwerke * Autofahrerclubs
Arbeitshandschuhe
Feuerwehrschutzhandschuhe nach DIN EN 659 zum Einsatz an Brand- und Unfallstellen. Feuerwehrschutzhandschuhe werden nach folgenden Kriterien geprüft: Abriebfestigkeit, Schnittfestigkeit, Weiterreißverhalten, Brennverhalten, konvektive Wärme, Strahlungswärme, Kontaktwärme, Tastgefühl. Ferner darf das Futtermaterial nicht schmelzen, tropfen oder sich entzünden; Mindestlänge (einschließlich der Stulpen) Größe 6: 280 mm, Größe 11: 315 mm.
Arbeitsleine
Arbeitsleinen sind rot gefärbte, im Leinenbeutel aufbewahrte Leinen mit einer Länge von 20 m, die nicht zur Menschenrettung verwendet werden dürfen. Sie finden, wie der Name schon sagt, nur bei „Arbeiten“ Verwendung.
Arbeitsstellenscheinwerfer
An Feuerwehrfahrzeugen oder auf einem Stativ befestigte Beleuchtungseinrichtung, die blendfreies Streulicht für die Arbeitsstelle in der Nähe des Feuerwehrfahrzeugs oder davon abgesetzt liefert. Arbeitsstellenscheinwerfer werden an Kleinspannung (Versorgungsspannung 12 V oder 24 V) betrieben, die von der Fahrzeugbatterie des Feuerwehrfahrzeugs gespeist wird. Der Anschluss erfolgt über eine Steckdose A nach DIN 14640 auf dem Aufsteckzapfen C an der Frontseite des Feuerwehrfahrzeugs. Das Gewicht des Scheinwerfers beträgt 3,5 oder 4 kg. Es werden folgende Glühlampen verwendet: H1-12V55W DIN 72 601, YC 12V55W DIN 72 601 oder H1-24V70W DIN 72 601, YC-24V70W DIN 72 601 Bezeichnung eines Arbeitsstellenscheinwerfers mit 200 mm Durchmesser: Scheinwerfer A 200 DIN 14644. Die Lichtaustrittsöffnung des Scheinwerfers hat einen Durchmesser von 200 mm oder 250 mm. Man kann, um die Blendwirkung zu verringern und um das Scheinwerferglas zu schützen, eine glasklare oder gekörnte Vorsteckscheibe anbringen.
Atemfrequenz
Anzahl der Atemzüge je Minute. Die Atemfrequenz ist abhängig vom Alter und der Belastung der Person.
Atemgiff
Atemgifte sind Stoffe, die sich beim Einatmen schädigend auf die Atemwege oder den Körper des Menschen auswirken Die Wirkung der Atemgifte ist sehr unterschiedlich, aber prinzipiell abhängig von der Konzentration und der Einwirkungsdauer. Die schädigende Wirkung kann zum sofortigen Tod oder einer chronischen Schädigung (z.B. bei Asbest) führen. Als Faustregel für den Schutz vor Atemgiften gilt (3-A Regel): Abstand, Abschirmung, Aufenthaltsdauer: - Abstand: Je größer der Sicherheitsabstand, umso geringer ist die Konzentration des Stoffes. - Abschirmung: Die Atemgifte gar nicht erst an den Körper heran kommen lassen, z.B. mittels Atemschutz. - Aufenthaltsdauer: Nur so kurz wie möglich in den Kontakt mit Atemgiften kommen. Einteilung der Atemgifte Atemgifte kann man anhand der schädigenden Wirkung einteilen in: - Atemgifte mit erstickender Wirkung - Atemgifte mit Reiz- und Ätzwirkung - Atemgifte mit Wirkung auf Blut, Nerven und Zellen Atemgifte mit erstickender Wirkung Diese sind nicht im eigentlichen Sinne giftig, sondern sorgen in hoher Konzentration als Stickgase für die Verdrängung des zur Atmung notwendigen Sauerstoffs. Die Anwesenheit dieser Stickgase, beziehungsweise das Fehlen des notwendigen Sauerstoffes ist nicht mit den menschlichen Sinnesorganen wahrnehmbar. Beispiele sind Stickstoff oder Flüssiggas Einziger Schutz ist das Tragen von umluftunabhängigen Atemschutzgeräten, beispielsweise Pressluftatmern. Atemgifte mit Reiz- und Ätzwirkung Diese reizen oder zerstören das Gewebe der Atmungsorgane, und sorgen für eine oft lange dauernde Schädigung. Beispiele sind: Säuredämpfe, Ammoniak oder nitrose Gase Atemgifte mit Wirkung auf Blut, Nerven und Zellen Diese Atemgifte werden über die Atmungsorgane in das Blut aufgenommen, wo sie in anderen Körperorganen eine direkte Schädigung herforrufen, oder die Steuerung der Funktion von Organen beeinflussen. Beispiele sind: Kohlenmonoxid, Blausäure, Dioxine und die chemischen Kampfstoffe Tabun, Soman, Sarin, VX, Kohlendioxid
Atemgifte
Atemgifte sind Stoffe in der Umluft, die über die Atemwege und/oder die Haut aufgenommen werden und dort schädigend oder sauerstoffverdrängend wirken. Sie können fest (Stäube), flüssig (Nebel) oder gasförmig sein. Die Atemgifte werden in 3 Gruppen unterteilt. Atemgifte der Gruppe 1 sind Atemgifte mit erstickender Wirkung. z.B. Stickstoff, Wasserstoff, Methan. Atemgifte der Gruppe 2 sind Atemgifte mit einer Reiz- und Ätzwirkung. z.B. Ammoniak, Chlor, Nitrose Gase, Phosgen. Atemgifte der Gruppe 3 sind Atemgifte mit Wirkung auf Blut, Nerven und Zellen.z.B. Kohlenstoffmonoxid, Kohlenstoffdioxid, Blausäure.
Atemluftflaschen
Behälter zur Bevorratung von Atemluft; Atemluftflaschen werden aus Stahl, Aluminium oder Kohlefaser-Verbundwerkstoffen hergestellt; Fülldruck 200 und 300 bar, Flaschenvolumen: 6, 8 (Kohlefaser-Verbundflaschen) 4 und 6 (im Bereich des Tauchwesens bis 7) Liter. Farbe: Signalgelb (RAL 1003) und Signalgrau (RAL 7004). Atemluftflaschen sind nach DIN EN 1089 Teil 3 am Flaschenhals zusätzlich weiß/schwarz zu kennzeichnen. Während einer Übergangsfrist bis Juni 2006 müssen Atemluftflaschen, die nach DIN EN 1089 Teil 3 weiß/schwarz gekennzeichnet sind, zusätzlich mit einem N am Flaschenhals versehen sein.
Atemluftkompressor
Kompressor zum Füllen der Atemluftflaschen; Prinzip: Der Kompressor saugt Umgebungsluft an und verdichtet sie je nach der zu füllenden Atemluftflasche auf 200 bar bzw. 300 bar. Um die in DIN EN 12021 (Ausgabe 1999-01) vorgeschriebene Reinheit der Atemluft zu erreichen, ist der Kompressor mit einer Reihe von Filtern und einer Entwässerungseinrichtung ausgerüstet.
Atemluftvorrat
Vorrat an Atemluft, den der Atemschutzgeräteträger in Atemluftflaschen mit sich führt. Der Atemluftvorrat VGES berechnet sich aus der Anzahl der Atemluftflaschen mal dem Fülldruck p mal dem Flaschenvolumen V (VGES = V * p * n). Bei einem Druck über 200 bar muss dieser Wert durch einen Korrekturfaktor dividiert werden, bei 300 bar z.B. 1,09. Der Atemluftvorrat wird beim Freitragbaren Isoliergerät mit dem Druckmanometer kontrolliert.
Atemminutenvolumen
Das je Minute aufgenommene Atemzugvolumen. Es errechnet sich aus der Atemfrequenz und dem Atemzugvolumen.
Atemschutz
Unter Atemschutz versteht man jede Handlung, die darauf zielt, schädliche Einflüsse über die Atmung von bestimmten Personen fernzuhalten. Dies kann z.B. bei Angehörigen der Feuerwehr der Fall sein, oder bei Personen, die beruflich Gefahrstoffen ausgesetzt sind, die über die Atemwege wirken. Man unterscheidet zwischen - umluftabhängigen und - umluftunabhängigen Atemschutz. Umluftabhängiger Atemschutz Das Atemschutzgerät, früher als Gasmaske bezeichnet, ist ein Filtergerät und besteht aus - Atemschutzmaske (auch als Atemanschluß bezeichnet) und einem - Filtereinsatz in den Ausführungen - Partikelfilter für Schwebstoffe, z. B. Asbest - Gasfilter als Absorptionsfilter (meist Aktivkohle) oder katalytischer Filter für Kohlenmonoxid oder - Kombifilter (nomen_est_omen) Beim Einsatz von Filtergeräten muss gewährleistet sein, dass mindestens 15% Sauerstoff in der Atemluft vorhanden sind. Die Einsatzgrenzen der Filtergeräte werden meist nicht von der Leistungsfähigkeit der Filter sondern von der Dichtigkeitsgrenze der Maske bestimmt. Da beim Einatmen in der Maske ein Unterdruck entsteht, kann über unvermeidliche Leckagen der Maske der Schadstoff in die Atemwege gelangen. Umluftunabhängiger Atemschutz Enthält die Umgebungsluft zuwenig Sauerstoff, oder sind giftige Gase vorhanden, die durch einen Partikelfilter nicht absorbiert werden können, dann muss umluftunabhängiger Atemschutz verwendet werden, so genannte Isoliergeräte. Meist werden als Isoliergeräte Pressluftatmer verwendet, bei denen die Atemluft in Druckluftflaschen gespeichert ist. Aufgrund der begrenzten Luftmenge ist jedoch die Einsatzzeit meist (je nach Anstrengung) auf 15 - 45 Minuten begrenzt. Wird eine längere Einsatzdauer von mitunter mehreren Stunden erforderlich (z.B. im Bergbau oder im Tunneleinsatz), kommen so genannte Regenerationsgeräte oder Kreislaufgeräte zum Einsatz, bei denen aus der ausgeatmeten Luft das Kohlendioxyd herausgefiltert wird, und die vorhandene Restluft wieder mit reinem Sauerstoff angereichert der Einatemluft zugeführt werden kann. Da im Einsatz bei der Feuerwehr schwer feststellbar ist, ob wirklich genug Sauerstoff vorhanden ist, muss man fast immer vom schlechteren Fall ausgehen. Deshalb wird hauptsächlich der umluftunabhängige Atemschutz eingesetzt.
Atemschutzgeräte
Atemschutzgeräte sollen den Geräteträger vor dem Einatmen von Atemgiften, die über die Atemwege in den menschlichen Körper gelangen können, schützen. Des weiteren stellen sie dem Geräteträger in sauerstoffarmer Atmosphäre die benötigte Atemluft zur Verfügung.Bei den Atemschutzgeräten werden folgende Gerätetypen unterschieden: * Atemschutzgeräte die unabhängig sind von der Umgebungsluft (Pressluftatmer, Regenerationsgerät, Schlauchgerät) * Atemschutzgeräte die abhängig sind von der Umgebungsluft (Filtergeräte)
Atemschutzgerätewart
Ein an einer anerkannten Ausbildungsstätte ausgebildeter Feuerwehrangehöriger, der aufgrund dieser Ausbildung befähigt ist, Atemschutzgeräte zu prüfen, zu warten und instandzuhalten. Die Ausbildung erstreckt sich über einen Zeitraum von mindestens 28 Stunden (FwDV 2 und FwDV 7).
Atemschutzgerätewerkstatt
Werkstatt, die für die Wartung und Reparatur von Atemschutzgeräten geeignet ist. Die Anforderungen bezüglich Räumlichkeiten und Ausrüstung werden in DIN 14092 Teil 4 und FwDV 7 vorgeschrieben.
Atemschutznachweis
Formblatt, als persönlicher Nachweis für den Atemschutzgeräteträger, in dem dokumentiert wird: Untersuchungstermine nach G 26, absolvierte Aus- und Fortbildungen, Unterweisungen und Einsätze unter Atemschutz. Folgende Angaben sind in den Atemschutznachweis mindestens aufzunehmen: - Datum und Einsatzort, - Art des Gerätes, - Atemschutzeinsatzzeit (Minuten), - Tätigkeit. Der Atemschutznachweis kann auch zentral und/oder als EDV-Datei geführt werden. Der Leiter der Feuerwehr oder eine beauftragte Person bestätigen die Richtigkeit der Angaben.
Atemschutzsammelplatz
Ein Atemschutzsammelplatz wird bei Feuerwehreinsätzen notwendig, wenn mehrere Atemschutztrupps eingesetzt werden. Um eine genaue Übersicht zu haben, welche Feuerwehrangehörigen mit einem Atemschutzgerät in Einsatz ist, muss genau Protokoll geführt werden. Dabei wird von einem Ablaufposten mitgeschrieben, wann jemand den Atemschutz anlegt und wann er wieder aus dem Bereich herauskommt. Außerdem hat der Leiter des AS die Übersicht, wieviele Atemschutzträger er immer zur Verfügung hat. Wichtig ist, wie bei jedem Atemschutzeinsatz, dass auch ein Reservetrupp vorhanden ist, der bei Gefahr in Verzug nur die Lungenautomaten an die Maske anschließen muss und dem gefährdeten Trupp zu Hilfe kommen kann. Außerdem werden bei einem AS leere Flaschen der Pressluftatmer durch voll ersetzt. An diesem Platz werden auch die Geräte durch die Trupps aufgenommen und abgelegt. Dazu gibt es jeweils gekennzeichnete Plätze. Der AS muss immer außerhalb des Gefahrenbereichs liegen, damit keine Gefährdung der Kameraden eintritt. Auch mobile Atemschutzkompressoren oder grosse Füllflaschen können hier plaziert werden, um die leeren Flaschen wieder aufzufüllen. Durch die zunehmende Bedeutung der Verunreinigung durch Brandgase kann auch eine Kombination von Atemschutz- und Dekontaminationsplatz günstig sein.
Atemschutztauglichkeit
Gesundheitliche Eignung zum Tragen von Atemschutzgeräten. Das Arbeiten unter Atemschutz verlangt vom Atemschutzgeräteträger eine hohe körperliche Belastbarkeit. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, muss er dafür ausgebildet und gesundheitlich zum Tragen von Atemschutzgeräten geeignet sein. Die gesundheitliche Eignung wird durch eine arbeitsmedizinische Untersuchung nach Grundsatz 26 (G 26) (Arbeitsmedizinischer Grundsatz) festgestellt. Diese Untersuchung wird alle drei Jahre bei einem für die Untersuchung nach G 26 ermächtigten Arzt wiederholt. Bei Feuerwehrangehörigen über 50 Jahren wird diese Untersuchung jedes Jahr durchgeführt. Liegt keine gültige Untersuchung nach G 26 vor, darf der Atemschutzgeräteträger nicht eingesetzt werden. Ebenso darf er nicht eingesetzt werden, wenn er zum Zeitpunkt des Einsatzes nicht gesund ist.
Atemschutztrupp
Ein Atemschutztrupp ist ein Trupp (kleinste taktische Einheit) einer Einheit des Katastrophenschutzes (z.B. der Feuerwehr), der im Einsatz ein Atemschutzgerät trägt (üblicherweise: Pressluftatmer oder Kreislaufgerät). Wie jeder Trupp besteht auch der Atemschutztrupp aus mindestens zwei Einsatzkräften (dem Truppführer und dem Truppmann - bei Bedarf kann der Trupp um einen Truppmann erweitert werden, z.B. beim ABC-Einsatz). Feuerwehr Üblicherweise werden Atemschutztrupps bei der Feuerwehr als Angriffstrupps bezeichnet. Jeder Trupp der Feuerwehr kann nach Erfüllung seiner originären Aufgaben (siehe FwDV 4, Gruppe im Löscheinsatz) zum Angriffstrupp werden oder nach besonderer Weisung des Einsatzleiters bzw. Gruppen-/Fahreugführers. Der Einsatz unter Atemschutz zählt zu den gefährlichsten Einsatzaufgaben und setzt deshalb wichtige Sicherheitsvorkehrungen und eine gute Aus- und Fortbildung der Trupps sowie entsprechende Einsatzausrüstung voraus (siehe: Atemschutzunfall). Es ist ein Sicherungstrupp oder je nach Lage mehrere solcher Trupps für die eingesetzten Angriffstrupps einsatzbereit vorzuhalten. Diese müssen so ausgerüstet und geschult sein, dass sie im Falle einer Verunglückung des Angriffstrupps sofort Hilfe leisten können (siehe FwDV 7, Atemschutz).
Atemwege
Die Organe im menschlichen Körper, die zum Transport der Atemluft von der Umgebungsatmosphäre in den menschlichen Körper dienen. Man unterscheidet obere Atemwege (Mund, Nasen-Rachenraum, Kehlköpfdeckel) und untere Atemwege (Kehlkopf, Luftröhre, Bronchien, Bronchiolen und Alveolen). Die oberen und unteren Atemwege mit Ausnahme der Alveolen (Lungenbläschen) nennt man auch das „luftleitende System" oder den „anatomischen Totraum". Die Gesamtheit der Alveolen nennt man das „gasaustauschende System".
Aufgabenbereich der Feuerwehr
Allgemeine Beschreibung der Aufgaben der Feuerwehr. Sie können die Brandbekämpfung, den Rettungsdienst (ggf. einschließlich des Notfall-Rettungsdienstes), die technische Hilfeleistung, die Bergung und den vorbeugenden Brandschutz umfassen.
Aufsicht über das Feuerwehrwesen
Wird von den allgemeinen Aufsichtsbehörden ausgeübt: in Baden-Württemberg z.B. von den Landratsämtern (für kreisangehörige Gemeinden) bzw. den Regierungspräsidien (für Stadtkreise). Die Aufsicht über Werkfeuerwehren (in den Stadtkreisen) obliegt dem Bürgermeister. Obere Aufsichtsbehörde ist das Regierungspräsidium, oberste Aufsichtsbehörde das Innenministerium für alle Gemeinden, Landkreise und Betriebe bzw. Verwaltungen mit einer Werkfeuerwehr. Im Feuerwehrwesen besteht grundsätzlich Rechtsaufsicht (nicht Fachaufsicht). Die feuerwehrtechnischen Angelegenheiten, z.B. Organisation, Ausrüstung, Ausbildung, Einsatztaktik, werden in den Aufsichtsbehörden von Feuerwehrtechnischen Aufsichtsbeamten bearbeitet.
Ätzende Stoffe
Stoffe, die eine Hautreizung oder die Zerstörung der Haut bewirken. Saure Stoffe mit einem pH-Wert unter 2 (z.B. 30%ige Salzsäure) und basische Stoffe mit einem pH-Wert über 11,5 (Grenzwerte Inbegriffen), z.B. wässrige Natronlauge, sind ohne weitere Prüfung ätzende Stoffe. Je nach der Kürze der Zeit, nach der die Zerstörung der Haut beginnt, unterscheidet man ätzende Stoffe in - Stoffe, die schwere Verätzungen verursachen, bei einer Hautzerstörung innerhalb von 4 Stunden. Beispiel: Chlorsulfonsäure CIS03H. - reizende Stoffe, die eine Hautentzündung verursache. Beispiel: Biphenyl Ci2H10. Im Gefahrgutrecht sind ätzende Stoffe der Klasse 8 zugeordnet. Gefahrnummer 88 oder 80.