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Länderübergreifende Katastrophenschutzübung "Brokdorf 2010"
BROKDORF. - Mit der Katastrophenschutzübung „Brokdorf 2010“ führt das Land Schleswig-Holstein eine Reihe länderübergreifender Übungen zum Katastrophenschutz in der Umgebung kerntechnischer Anlagen fort. Die Übung wird am 3. Juli 2010, um 8:00 Uhr, als kombinierte Katastrophenschutz- und Strahlenschutzvorsorgeübung begin-nen und am 5. und 6. Juli als bundesweite Strahlenschutzvorsorgeübung fortgesetzt werden.

Für die Übung wird im Kernkraftwerk Brokdorf ein Ereignisverlauf zugrunde gelegt, der mit der Freisetzung großer Mengen radioaktiver Stoffe verbunden ist. Dabei wurden Annnahmen getroffen, für die keine technische Begründung und auch kein Nachweis einer Eintrittswahrscheinlichkeit gegeben werden. Das angenommene Unglück übersteigt auch die zu unterstellende Kombination an Störungen, Ausfällen und Anlagenschädigungen. Außerdem wurden Vereinfachungen vorgenommen und dem Betreiber über längere Zeit keine Möglichkeit gegeben, selbst Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Solche Ansätze sind erforderlich, um abgestimmte Rahmenbedingungen für die geforderten Übungsaufgaben zu erreichen.

Für die Katastrophenschutzübung des Landes werden die Katastrophenschutzstäbe der Kreise Pinneberg, Dithmarschen und Steinburg, des Landes und der Freien und Hansestadt Hamburg genauso aktiviert, wie Spezialeinheiten der Feuerwehr und der Sanitätsdienste. Erstmalig erweitert die Übungsleitung die Aufgabenstellung in der Weise, dass sowohl Maßnahmen des Katastrophenschutzes als auch der Strahlenschutzvorsorge geübt werden und damit auch die erforderliche Zusammenarbeit des Bundes mit den Ländern. Unter der Leitung des Amtes für Katastrophenschutz des Innenministeriums des Landes Schleswig-Holstein werden an der Übung folgende Stellen beteiligt sein:

  • das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
  • das Bundesamt für Strahlenschutz
  • das Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Integration des Landes Schleswig-Holstein mit der Abteilung Reaktorsicherheit und Strahlenschutz
  • die Landräte der Kreise Dithmarschen, Pinneberg und Steinburg als Untere Katast-rophenschutzbehörden des Landes Schleswig-Holstein
  • die Freie und Hansestadt Hamburg und das Land Niedersachsen
  • das Kernkraftwerk Brokdorf, sowie Hilfe leistend das Kernkraftwerk Brunsbüttel und die Kerntechnische Hilfsdienst GmbH
  • Sachverständige vom TÜV-Nord e. V.
  • und weitere Stellen, mit insgesamt rund 650 Personen, darunter etwa 450 freiwillige Helferinnen und Helfer des Katastrophenschutzdienstes.
Die Presse ist eingeladen, die Übung zu begleiten. Die Stationen der Übung können in-dividuell besucht werden. Zusätzlich wird eine Busfahrt unter fachkundiger Betreuung angeboten, die an vier Orte der Übung führen wird. Im Bus und an diesen Stationen stehen jeweils Fachleute für Interviews zur Verfügung. Die Tour beginnt am 3. Juli um 8:30 Uhr im Polizeizentrum Eichhof, Mühlenweg 166, 24116 Kiel. Der Bus wird bis 19:00 Uhr hierher zurückkehren. Für die Versorgung der Mitreisenden ist gesorgt. Parkmöglichkeiten stehen auf dem Gelände der Polizei in ausreichendem Umfang zur Verfügung, bitte folgen Sie den Hinweisen der Torwache.

Achtung: Anmeldung zwingend erforderlich

Teilnehmer der Bustour werden gebeten, sich bis Mittwoch, den 30. Juni 2010, unter der Telefonnummer 0431-988-3451 anzumelden, damit die Sitzplätze im Bus zugeordnet werden können.

Weitere und aktualisierte Informationen zu den Stationen der Übung, zum Kraftwerk und über die eingesetzten Kräften werden im Internetangebot der Landesregierung unter http://www.katastrophenschutz.schleswig-holstein.de veröffentlicht.

Ansprechpartner am 3. Juli 2010
Claus Böttcher (Amt für Katastrophenschutz), mobil: 0170-22 51415

Übungsstationen:

10:00 Uhr
Notfallstation St. Michaelisdonn (Am Sportplatz 8, 25693 St. Michaelisdonn)

11:00 Uhr
Messzentrale Nordoe, beim Kreisfeuerwehrverband Steinburg,
Elmshorner Straße 48, 25524 Breitenburg / Nordoe, Tel: 04821 / 898220

12:00 Uhr
Fahrzeugausstellung und Informationen der E.ON Kernkraft auf dem Gelände des Kernkraftwerkes Brokdorf, Osterende, 25576 Brokdorf

15:00 Uhr
Abschlusspressekonferenz mit einem ersten Übungsresümee mit Vertretern des Kernkraftwerkes, der Katastrophenschutzbehörden und der Strahlenschutzvorsorge des Landes im Informationszentrum des Kernkraftwerks, Osterende, 25576 Brokdorf.

Kreis Dithmarschen
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